Kameraden versammeln sich an Tatort

Tödlicher Angriff: Augsburg trauert um Feuerwehrmann (†49)

© dpa, Stefan Puchner, puc pil

9. Dezember 2019 - 10:04 Uhr

Angriff auf Augsburger Königsplatz: Täter weiterhin flüchtig

Die Stadt Augsburg trauert um einen ihrer Feuerwehrmänner. Der am Freitag bei einer Auseinandersetzung getötete Mann war bei der Berufsfeuerwehr Augsburg. Am Sonntagmorgen versammelten sich Dutzende Feuerwehrmänner, um um ihren verstorbenen Kameraden zu traueren. Unterdessen ist immer noch unklar, wie genau es zu dem Streit kam – und warum der Mann sterben musste. Die Polizei wertet mit Hochdruck Videoaufnahmen aus der Nacht aus, um die noch flüchtigen Täter zu finden. Noch am Sonntag will die Polizei möglicherweise Teile der Videos veröffentlichen.

Augsburg: Sie trafen sich offenbar zufällig - am Ende ist ein Mann tot

Freitagabend, zwei Ehepaare sind nach einem gemeinsamen Weihnachtsmarktbesuch auf dem Weg nach Hause. Sie laufen über den Königsplatz, mitten in der Augsburger Innenstadt. Plötzlich geraten sie mit einer Gruppe junge Männer in einen Streit. Es kommt zum Gerangel, einem Mann wird gegen den Kopf geschlagen. Am Ende ist er tot, sein Freund schwer verletzt. Es handelte sich wohl um eine Zufallsbegegnung.

08.12.2019, Bayern, Augsburg: Am Königsplatz legt eine Frau Blumen nieder. Ein Feuerwehrmann war am Abend des 06.12.2019 in seiner Freizeit hier in einer Auseinandersetzung mit einer Gruppe so schwer verletzt worden, dass er starb. Foto: Stefan Puchn
In Augsburg herrscht große Trauer um den dort getöteten Feuerwehrmann.
© dpa, Stefan Puchner, puc pil

Stadt Augsburg zeigt Trauer und Mitgefühl auf Facebook

"Trauer macht mein Herz schwer. Augsburg ist Schauplatz einer folgenschweren Gewalttat geworden. […] Unser aller Mitgefühl gehört den Hinterbliebenen des Verstorbenen, seinen Freunden und Kollegen bei der Stadt Augsburg, insbesondere den Kameradinnen und Kameraden bei der Berufsfeuerwehr", schreibt Augsburgs Oberbürgermeister Kurt Gribl auf der Facebook-Seite der Stadt.

Polizei Augsburg kündigt Öffentlichkeitsfahndung an

Die Frau des Opfers konnte bislang nicht vernommen werden. Dafür sei ihr psychischer Zustand zu schlecht, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei setzt deshalb derzeit vor allem auf die Auswertung von Bild- und Videomaterial aus der Tatnacht.

Zur Täterbeschreibung wolle man derzeit keine Details nennen. Auch zur mutmaßlichen Nationalität der jungen Männergruppe machte die Polizei keine Angaben. Für den Nachmittag hat die Polizei eine Öffentlichkeitsfahndung angekündigt, sofern man denn "tatrelevante Aufnahmen" ermittelt seien.

Die Stadt Augsburg bat auf Facebook, sich nicht an Spekulationen zu beteiligen und die Ermittlungen abzuwarten.