Sehsturz muss schnell behandelt werden

Augeninfarkt: Symptome, Ursachen und Therapie des Sehsturzes

© Getty Images, gilaxia, iStock

15. Juli 2019 - 16:37 Uhr

Was genau ist ein Augeninfarkt?

Den Begriff Herzinfarkt kennt jeder, doch wussten Sie schon, dass man auch einen Infarkt im Auge erleiden kann? Die akute Durchblutungsstörung im Auge tritt häufig und meist ohne Warnzeichen auf. Daher ist es wichtig, dass man bei plötzlichen Sehproblemen zu einem Spezialisten geht, anstatt wertvolle Zeit verstreichen zu lassen.

Bei einem Sehsturz droht die Erblindung

Ähnlich wie bei einem Herzinfarkt wird im Falle eines Augeninfarkts das Gewebe nicht richtig durchblutet – es stirbt langsam ab. Die Ursache ist eine Unterversorgung des Auges mit wichtigen Nährstoffen. Wird der Transport von Nährstoffen im Blut unterbrochen, bleiben wichtige Areale des Organs unterversorgt.

Der Sehsturz, wie der Augeninfarkt auch genannt wird, äußert sich im Schattensehen, einem eingeschränkten Sehfeld und durch ein allgemeines plötzliches Nachlassen der Sehkraft. Auffällig ist, dass fast immer nur ein Auge betroffen ist. Ein Augeninfarkt ist immer ein Notfall, denn schnelle Behandlung hilft dem Augenarzt, die Folgeschäden zu reduzieren. Wer sich nicht untersuchen lässt, dem droht die Erblindung. Bereits nach 60 bis 90 Minuten nach den ersten Symptomen kann es bereits Folgeschäden geben. Ähnlich wie bei einer Netzhautablösung.

Was sind die Ursachen und wie wird der Augeninfarkt behandelt?

Der Infarkt, den Spezialisten auch "Anteriore ischämische Optikusneuropathie" (AION) nennen,  kann zwei unterschiedliche Ursachen haben, informiert die Internetseite des Berufsverbandes der Augenärzte. Er kann durch einen Arterienverschluss, aber auch über einen Venenverschluss entstehen. Bei einem Arterienverschluss sind die Arterien verstopft und führen keine Nährstoffe mehr über das Blut zum Auge hin. Die häufigere Ursache ist jedoch der Venenverschluss. Hierbei sind die Venen, die das Blut vom Auge wegführen, dicht. Es kommt daher zu einem Stau des Blutes im Auge und es schwillt an. Diese Schwellung drückt Arterien ab und führt so zu einem Infarkt.

Bluthochdruck, Diabetes, Stress – die Liste der Ursachen ist lang und entspricht denen des Herzinfarkts. Im Grunde genommen handelt es sich um zwei gleiche Vorgänge an zwei unterschiedlichen Organen. Behandelt wird der Sehsturz, indem der Augenarzt venen- oder arterienerweiternde Medikamente verabreicht. Diese werden geweitet und der Verschluss verschwindet im Idealfall von alleine. In seltenen Fällen wird eine OP notwendig.