Aufreger-Video aus Berlin

Bus-Surfer riskiert mit dieser Aktion sein Leben

15. Januar 2021 - 22:48 Uhr

Im Video: Lebensgefährliche Turn-Aktion im Tiergarten-Tunnel

Ein voller Stadttunnel in Berlin, auf der linken Spur ein Bus – soweit so normal. Doch auf dem Dach des Busses steht ein Mensch. Mit dieser unüberlegten Aktion hat ein junger Mann sein Leben riskiert – und das vieler anderer gleich mit. Das Video des Vorfalls sorgt für Aufregung im Netz und für Bestürzen bei der Berliner Verkehrsgesellschaft und der Polizei.

Junger Mann scheint den Tunnel zu kennen

Von wann genau das Video ist, lässt sich nicht genau sagen – doch seit einigen Tagen verbreitet es sich rasant im Netz. Ein junger Mann turnt in voller Fahrt auf dem Dach eines gelben Berliner Busses herum, besonders auffällig: Er scheint den Tiergarten-Tunnel, in dem das Video aufgenommen wurde, genau zu kennen. Er duckt sich an den richtigen Stellen und entgeht so schweren Verletzungen oder sogar dem Tod.

Junger Mann gefährdet nicht nur sich, sondern auch andere

Trotzdem ist diese Aktion weder cool noch mutig, sondern einfach nur lebensgefährlich. Man stelle sich vor, der Bus müsse abrupt bremsen – der junge Mann würde ruckartig nach vorne vor das Fahrzeug geschleudert. "Der Busfahrer hatte im laufenden Verkehr keine Chance, das mitzubekommen", sagte BVG-Sprecherin Petra Nelken dem "Berliner Kurier". Verheerend vor allem: "Das ganze sieht sehr einfach aus– aber Leute, die so etwas tun, bringen nicht nur sich selbst in Lebensgefahr, sondern auch alle anderen Verkehrsteilnehmer. Denn das ganze ist im Tunnel passiert. Wenn er vom Bus gestürzt wäre, hätte es in der Folge leicht zu einem Massen-Unfall kommen können."

Immer wieder sterben Menschen beim U-Bahn-Surfen

Immer wieder kommt es zu solchen Vorfällen in Großstädten. Noch populärer und gleichzeitig auch gefährlicher ist eigentlich das U-Bahn-Surfen – 2018 starben gleich zwei Menschen in Deutschland dabei. Das aktuelle Video wurde wegen der Gefährdung für die anderen Verkehrsteilnehmer auch der Berliner Polizei übergeben. Auch die BVG prüft rechtliche Schritte gegen den Bus-Surfer.