Erste Rennfahrerin für Ferrari-Akademie

Auf den Spuren von Mick Schumacher

Ferrari sucht eine Rennfahrerin
© Scuderia Ferrari

17. Januar 2021 - 9:47 Uhr

Ferrari fördert Rennfahrerin

Für Ferrari und das Nachwuchsteam der Scuderia sitzen derzeit ausschließlich Männer in den verschiedenen Rennserien im Auto. Das soll und wird sich nun ändern: Mick Schumacher bekommt bald eine weibliche Kollegin im Nachwuchsprogramm des Traditionsrennstalls.

Erste Frau bekommt Platz in der Ferrari-Akademie

Mick Schumacher bekommt im Förderprogramm von Ferrari bald weibliche Gesellschaft. Die Scuderia beendet in diesen Tagen im Rahmen der Initiative "Girls on Track" ein mehrmonatiges Casting, vier Teilnehmerinnen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren stehen im Finale - der Siegerin winkt als erster Frau ein Platz in der Ferrari-Akademie und zudem ein Cockpit für eine volle Formel-4-Saison. In der kommenden Woche wird das Ergebnis verkündet.

Julia Ayoub (15), Antonella Bassani (beide Brasilien/14), Doriane Pin (Frankreich/16) und Maya Weug (Niederlande/16) hatten sich in der seit dem vergangenen Sommer laufenden Auswahlphase durchgesetzt und sollten nun in Maranello und Fiorano ihr Talent noch einmal zeigen. Neben Simulator- und Testfahrten gehörte auch ein Treffen mit dem neuen Ferrari-Piloten Carlos Sainz zum fünftägigen Programm.

"Wir müssen uns die Talente der Zukunft genau anschauen, und die Akademie sucht auch nach Frauen", sagte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto schon vor dem Start der Kampagne: "Sie sollten Teil unseres Programms sein."

Ferrari hofft auf nächsten Schumacher im Formel-1-Team

Die Akademie hatte bislang ausschließlich männliche Mitglieder. Auch der aktuelle Ferrari-Pilot Charles Leclerc hat das Nachwuchsprogramm durchlaufen. Prominentester Vertreter ist momentan Mick Schumacher. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher schaffte mit der Unterstützung Ferraris den Aufstieg in die Königsklasse und gibt in der anstehenden Saison sein Debüt für das US-Team Haas, das von Ferrari mit Motoren beliefert wird. Schumacher selbst gehört weiter zur Ferrari-Familie - und bekommt auch bei Haas beste Unterstützung von der Scuderia.

In Maranello hofft man, dass Mick Schumacher irgendwann die Nachfolge seines Vaters im roten Boliden antreten wird – Michael Schumacher gewann schließlich fünf WM-Titel im Ferrari.