Auf dem Weg zum Halbmarathon: Der Trainingsauftakt fällt ins Wasser

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27. September 2018 - 8:52 Uhr

Von Romina Lammers und Dany Altmayer

Zwei Frauen, ein Ziel: Wir trainieren für den Halbmarathon in Köln. #derdomistdasziel – da wollen wir am 7. Oktober nach 21,1 Kilometern glücklich lächelnd ins Ziel einlaufen.

Rominas Trainingsauftakt: feucht aber nicht fröhlich

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Von schlechtem Wetter darf man sich nicht unterkriegen lassen.
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​Eigentlich laufe ich gerne im Regen. So ein paar Tropfen, da sieht man doch glatt die Schweißperlchen nicht mehr, die ab Kilometer 5 aus den Poren triefen. Und Abkühlung gibt's noch obendrauf. Regen beim Joggen ist praktisch. Aber das, was an Vorbereitungstag 1 über mich einprasselte, war nun wirklich nicht mehr schön. Voller Motivation renne ich los. Die ersten 200 Meter tröpfelt es und ich denke noch, dass das ja ein gut gemeinter Zug vom Wettergott ist. Als das Tröpfeln sich plötzlich in wasserfallartige Schauer verwandelt, kommen erste Zweifel auf. Ich bin in Shorts und Top unterwegs, schließlich ist es 20 Grad warm. Aber mir fröstelt. Weitere 200 Meter weiter bin ich nass bis auf die Unterwäsche. Meine Schuhe sind schwerer denn je, weil sie sich mit Regenwasser aus diversen Pfützen vollgesogen haben. Meine Kopfhörer, aus denen mehrere Dezibel klangvolle Motivation schallten, halten vor lauter Wasser nicht mehr in meinen Ohren. Ich habe keine Lust mehr.

Wenn ich jetzt umkehre, würde ich mich erst aufwändig trocknen müssen, Haare föhnen, neue Klamotten an, warten bis der Regen weniger wird. Aber würde ich dann wirklich noch einmal starten? Wahrscheinlich nicht. Und deshalb bin ich weiter gelaufen. Schneller denn je - was daran liegt, dass ich unbewusst und schwachsinnigerweise glaubte, dem Regen so entkommen zu können. Irgendwann wurde es weniger und ich bin meine 7 Kilometer gelaufen. Auch wenn ich genervt war von den herausfallenden Kopfhörern und den Schuhen, die vor lauter Wasser vor sich hin quietschten. Ich habe es geschafft und es war einer meiner besten Läufe. STOLZ.

Was für ein Auftakt in das Training für meinen ersten Halbmarathon am 7. Oktober in Köln.

Wenn die Motivation im Keller ist: die richtige Musik anmachen!

Die beste Motivation zum Laufen sind gute Songs, die Spaß machen beim Laufen.
Die beste Motivation zum Laufen sind gute Songs, die Spaß machen und antreiben.
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Dany: sieben Kilometer zwischen Arbeit und Elternabend

Motivationswunder
Manchmal ist Zeit fürs Training zu finden ein wahrhaftiger Balanceakt.
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Der erste Lauf nach Feierabend mit einem Abendtermin steht an. Sieben Kilometer im Halbmarathon-Tempo. Es ist alles genau geplant und doch kommt es anders: Ich komme nicht pünktlich bei der Arbeit los, außerdem habe ich nichts zu Mittag gegessen. Also erstmal ein Brot und eine Banane zu Hause, etwas trinken und ein wenig abwarten.

Dann geht's los: Wie Romina passe ich genau den Regenguss ab. Die Brille ist nass und beschlägt auch noch, ich kann kaum noch etwas sehen. Doch ich renne, denn ich muss schnell wieder zurück: die Zeit zum Duschen ist knapp, alles ist genau getimed, ich muss noch zum Elternabend.

Mit zwei Minuten Verspätung, frisch geduscht aber mit nassen Haaren stürme ich ins Klassenzimmer. Ich bin sehr zufrieden: Geschafft für heute, Arbeit, Laufen und Mutterpflichten vereinbart!

Im weiteren Verlauf der Trainingswoche habe ich mehr Glück mit dem Wetter: Beim Longrun am Sonntag, 15 Kilometer im gaaaanz langsamen Dauerlauf zur Verbesserung der Grundlagenausdauer, strahlt die Sonne. Es ist schon fast zu heiß! Aber Laufen macht einfach bei jedem Wetter Spaß.