Champions League

Auf 6:0 folgt 4:0: Gladbach demontiert Donezk erneut

Breel Embolo (re.) spielte beim 4:0 der Gladbacher gegen Donezk stark auf
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25. November 2020 - 23:28 Uhr

Alle haben Angst vor Donezk - nur Gladbach nicht

Wenn es um Schachtjor Donezk geht, sind die Reaktionen seit jeher immer gleich: Unberechenbar, spielstark, technisch top. Kurzum: Man hat Angst vor der Wundertüte aus der Ukraine, die schon den ein oder anderen Topclub auf dem falschen Fuß erwischt hat. Nur am Niederrhein sieht man das anders. Da scheint Donezk Lieblingsgegner zu sein. Am vierten Spieltag der Champions League fertigte Borussia Mönchengladbach das traditionell mit vielen Brasilianern angereicherte Team aus der Ostukraine mit 4:0 ab und bleibt in der Hammergruppe mit Real Madrid und Inter Mailand Tabellenführer der Gruppe B. Schon vor drei Wochen war Gladbach mit einem 6:0 durch Donezk marodiert.

Embolo artistisch

Gladbach nahm die Gäste sofort an die Kandare. Marcus Thuram wird nach einer Viertelstunde im 16er gelegt, Kapitän lars Stindl (17.) verwandelte lässig zur Führung. Nur vier Minuten später wemste Breel Embolo den Ball an den Außenpfosten.

Als Weckruf für Donezk diente dies allerdings nicht. Im Gegenteil. Das Team von Trainer Marco Rose spielte sich erneut in einen kleinen Rausch. Eine Flanke von Stindl nickte Nico Elvedi (34.) zum 2:0 ein. Und es wurde noch bunter: Per Fallrückzieher aus kurzer Distanz stellte der stark aufspielende Embolo (45.+1) kurz vor dem Pausentee auf 3:0.

Sommer hält die Null fest

In der zweiten Halbzeit fuhren die Fohlen ihr Engagement verständlicherweise etwas zurück, doch auch mit weniger Aggressivität hielten sie den Fokus. Mitten in eine gute Phase der Gäste erhöhte Oscar Wendt. Einen Freistoß (77.) nagelte der 35-jährige Abwehrmann in die Maschen. Es war sein erster Treffer überhaupt in der Königsklasse.

Mit zwei Glanzparaden hielt Yann Sommer kurz vor Schluss die Null fest, sodass am Ende ein blitzsauberes 10:0 aus zwei Spielen gegen den ukrainischen Abo-Meister der vergangenen vier Jahre steht.