Aue will gegen Kiel Abstand nach unten vergrößern

Trainer Dirk Schuster von Erzgebirge Aue steht vor dem Spiel im Stadion. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild
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14. Februar 2020 - 13:10 Uhr

Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue strebt im vierten Anlauf seinen ersten Sieg in diesem Jahr an. Das Team von Trainer Dirk Schuster empfängt am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) Holstein Kiel. Die Sachsen haben nach der Winterpause erst einen Punkt geholt und noch kein Tor geschossen. Mit 30 Zählern rangieren die Veilchen dennoch weiterhin im vorderen Tabellenmittelfeld. "Wir haben nach unten nur neun Punkte Vorsprung. Es stehen zwar noch viele Mannschaften zwischen uns und den Abstiegsplätzen, aber das kann sehr trügerisch sein", sagte Aues Mittelfeldspieler Jan Hochscheidt am Freitag.

Nach der starken ersten Saisonhälfte mussten die Auer den Kontakt zur Spitzengruppe der Liga inzwischen abreißen lassen. Hochscheidt betonte, dass der Klassenverbleib weiterhin oberste Priorität habe: "Wir sind realistisch und wissen, was für uns am Ende zählt. Wir wollen in der nächsten Saison weiterhin in der zweiten Liga spielen."

Für einen Heimsieg gegen die seit fünf Spielen ungeschlagenen Kieler müssen die Erzgebirger allerdings ihre Tor-Flaute beenden. Den letzten Auer Treffer erzielte Florian Krüger am 21. Dezember 2019 beim 3:1-Heimsieg gegen Greuther Fürth. "Kiel hat besonders in der Offensive sehr starke Einzelspieler. Wir müssen geschlossen dagegen halten und vor allem mal wieder ein eigenes Tor schießen", sagte der 21 Jahre alte Stürmer. Er hofft auf eine bessere Chancenverwertung: "Wir glauben an uns und wissen, dass wir das Tor treffen können." Krüger setzt besonders auf die Heimstärke der Auer. Im Erzgebirgsstadion sind die Sachsen in der laufenden Saison noch ungeschlagen und holten hier 24 ihrer 30 Punkte.

Verzichten muss Schuster auf Sören Gonther. Der Abwehrchef fehlt Aue wegen einer Gelb-Sperre. "Wir haben in Sachen Personal und System einige Alternativen parat. Wir werden unser Spiel auch ein wenig auf die Kieler ausrichten", erklärte der Trainer.

Quelle: DPA