Auch fünfter Angeklagter in G20-Prozess auf freiem Fuß

Die eingeschlagene Scheibe eines Autos im Stadtteil Altona. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild
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18. Dezember 2019 - 17:20 Uhr

Im Prozess um die Ausschreitungen an der Hamburger Elbchaussee beim G20-Gipfel ist auch der fünfte Angeklagte aus der Untersuchungshaft freigekommen. Der Haftbefehl gegen den 24-jährigen Franzosen sei am Mittwoch gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt worden, sagte ein Gerichtssprecher. Der Angeklagte war im August 2018 in Frankreich verhaftet und knapp zwei Monate später nach Hamburg überstellt worden. Zwei ebenfalls angeklagte 19-Jährige aus Hessen waren bereits kurz nach ihrer Festnahme wieder freigelassen worden, die Haftbefehle gegen die beiden übrigen Beschuldigten im Alter von 23 und 25 Jahren waren im Februar aufgehoben worden.

Den fünf Männern wird schwerer Landfriedensbruch und Mittäterschaft bei Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorgeworfen. Sie sollen unter den rund 220 schwarz Vermummten gewesen sein, die am Morgen des 7. Juli 2017 Autos und Gebäude angezündet, zahlreiche Scheiben eingeschlagen und Häuser mit Farbe beschmiert hatten. Acht Menschen erlitten Schocks oder wurden verletzt. Der vor einem Jahr begonnene Prozess vor einer Jugendkammer läuft unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Gericht hat Termine bis zum 24. April 2020 angesetzt.

Quelle: DPA