Energieverbrauch

Auch das noch: Strompreise ziehen in der Corona-Krise an

Die Strompreise stiegen im ersten Halbjahr 2020
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22. Oktober 2020 - 12:44 Uhr

Schlechter Zeitpunkt für viele Verbraucher

Das kommt zur Unzeit. Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie sind viele Arbeitnehmer gezwungen worden, ihren Arbeitsplatz in die eigenen vier Wände, das Home-Office, zu verlegen. Darüber hinaus verbrachten viele Menschen auch den Großteil ihrer Freizeit zuhause, denn es war ja Lockdown. Und nun kommt folgende Nachricht vom Statistischen Bundesamt: Strom und Gas sind genau in dieser Zeit teurer geworden.

Es gibt einen kleinen Trost

Im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2019 stieg der Strompreis um 6,8 Prozent, die Erdgaspreise stiegen um 2,7 Prozent. Im Durchschnitt zahlten die privaten Haushalte nach Angaben der Wiesbadener Behörde 31,94 Cent je Kilowattstunde Strom, Erdgas kostete die Verbraucher durchschnittlich 5,99 Cent je Kilowattstunde. Je nach Verbrauch ergäben sich jedoch sehr unterschiedliche Preise für die Haushalte.

Ein kleiner Trost: Aufgrund einer Sonderregelung können Energieversorgungsunternehmen die zum 1. Juli für ein halbes Jahr gesenkte Mehrwertsteuer bereits auf die Preise für das erste Halbjahr 2020 anwenden, erläuterte das Bundesamt. Gut jeder zehnte private Haushalt in Deutschland (13 Prozent) werde nach Angaben der Energieversorger rückwirkend davon profitieren. Dass die Preise dennoch stiegen lag an den höheren Netzentgelten sowie höheren Kosten für Energie und Vertrieb.

Ähnlich ist es den Angaben zufolge bei Gas: Auch hier werden etwa acht Prozent der privaten Haushalte bereits für das erste Halbjahr 2020 von der Mehrwertsteuersenkung profitieren. Steigende Netzentgelte und Vertriebskosten trieben aber auch bei Gas die Preise.