Attentat von Las Vegas: So erlebten Augenzeugen die Tat

04. Oktober 2017 - 9:22 Uhr

Las Vegas: 64-Jähriger tötete mindestens 59 Menschen

Mehr als zehn Minuten lang hat der Las-Vegas-Attentäter Stephen Paddock geschossen und dabei hunderte Schüsse abgefeuert, wie Augenzeugen berichten. In diesen quälenden Minuten sahen die Besucher des Country-Music-Konzerts andere sterben. Es waren aber auch Minuten, in denen trotz der Panik versucht wurde, anderen zu helfen. Wie aus Opfern Helfer wurden, sehen Sie im Video.

Große Hilfsbereitschaft in Las Vegas – von Blutspenden bis Unterkunft für Opfer-Familie

Es war das blutigste Verbrechen in der jüngeren Kriminalgeschichte der USA. Der 64-Jährige Stephen Paddock hatte nach Polizeiangaben mindestens 59 Menschen mit Schüssen aus einem Zimmer im 32. Stock des Mandalay Bay Hotels am berühmten 'Strip' von Las Vegas getötet. Hunderte weitere wurden verletzt, viele von ihnen lebensgefährlich. Doch statt sich in Sicherheit zu bringen, kehrten einige Augenzeugen zum Konzert-Gelände zurück, um den Verletzten zu helfen.

Und auch sonst ist die Hilfsbereitschaft unter den Menschen in Las Vegas groß, wie der Vize-Sheriff Todd Fasulo berichtete. So seien in den Stunden nach dem Massenmord zahlreiche Freiwillige zur Blutspende gegangen, der Bedarf sei derzeit gedeckt. Die Hotel- und Casinogruppe MGM Resorts International – der unter anderem das Mandalay Bay Hotels gehört – stellt in einem weiteren Hotel in Las Vegas kostenlos Zimmer für Familien von Opfern bereit, die nun in die Stadt kommen wollen.

Außerdem organisiert MGM Flüge in die Stadt. Das Rote Kreuz koordiniere die Essensspenden, die in großen Mengen angeboten worden seien. Jeder hilft, wie er nur kann – ob unmittelbar betroffen oder nicht. Diese Hilfsbereitschaft schweißt die Menschen in solchen schwierigen Zeiten zusammen.