Attentat in Las Vegas: Immer wieder Konzerte als Angriffsziel – warum ist das so?

03. Oktober 2017 - 10:50 Uhr

Massenveranstaltungen als Ziel der Attentäter

Dichtes Gedränge, über 20.000 Festival-Besucher – Schütze Stephen Paddock konnte sicher sein, viele Menschen zu treffen. Am 1. Oktober tötete der 64-jährige Rentner mindestens 59 und verletzte mehrere Hundert Besucher eines Country-Music-Konzerts in Las Vegas. Er feuerte aus einem Zimmer im 32. Stock des Mandalay Bay Hotels auf die Feiernden. Immer wieder wählen Terroristen und Amokläufer Großveranstaltungen als Angriffsziel – wie die Beispiele in unserem Video zeigen. Was Konzerte für Attentäter so attraktiv macht, erklärt unser Terror-Experte Christof Lang.

Terror-Experte Cristof Lang: Große Konzerte sind nur begrenzt zu schützen

Die Menschen auf dem Country Festival in Las Vegas waren ein leichtes Ziel. Keine Kontrolle an den Eingängen konnte sie vor den Schüssen aus dem Hotel gegenüber beschützen. Täter, die solche Großveranstaltungen angreifen, folgen einer perfiden Logik. Dabei kommen zwei Aspekte zusammen: Zum einen ist das die maximale Wirkung – möglichst viele Menschen auf einem relativ kleinen Raum. "Und zum anderen sind solche Festivals ganz schwer zu schützen. Das wissen die Attentäter. Hier kommen sie mit dem, was sie geplant haben, am einfachsten durch", erklärt Christof Lang.

Zwar gibt es bei Veranstaltungen heute mehr Sicherheitsmaßnahmen denn je: Betonsperren gegen Anschläge mit Fahrzeugen, Rucksackverbote und Taschenkontrollen bei Konzerten sowie Überflugverbot für Drohnen, die Sprengsätze tragen könnten. Einen hundertprozentigen Schutz wird es dennoch niemals geben.

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