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Attentat auf Skripal und Mord an Gluschkow: London mahnt Exil-Russen zur Vorsicht

13.03.2018, Großbritannien, London: Ein Polizist bewacht ein Wohnhaus in Südwesten von London. Nach Polizeiangaben wird im ungeklärten Todesfall des russischen Geschäftsmanns Nikolai Gluschkow ermittelt.
Russischer Geschäftsmann tot in London aufgefunden © dpa, Yui Mok, afn nwi

Wie kam Geschäftsmann Nikolai Gluschkow in London um?

Aufgrund des spektakulären Anschlags auf den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und den politischen Folgen, ist der Mord an dem Kreml-Kritiker und Geschäftsmann Nikolai Gluschkow etwas in den Hintergrund gerückt. Gluschkow, ein Freund des 2013 nahe London verstorbenen Oligarchen Boris Beresowski, war am Montag tot in seinem Haus aufgefunden worden.

Polizei ist sicher: Gluschkow wurde ermordet

Nach Angaben der britischen Anti-Terror-Polizei wurde Gluschkow ermordet. Bei den Ermittlungen zum Tod Gluschkows fanden Rechtsmediziner am seinem Hals Gewaltspuren, wie Scotland Yard in London mitteilte.  Kürzlich zuvor hatte die britische Innenministerin Amber Rudd angekündigt, etwa 14 Todesfälle mit einer möglichen Verbindung nach Russland noch einmal untersuchen zu lassen - darunter auch den Tod Beresowskis.

Nun hat die Polizei in Großbritannien nach Medienberichten auch eine Reihe von Exil-Russen kontaktiert und zur Vorsicht geraten. Damit hätten die Sicherheitsbehörden ihre bisherige Einschätzung vom geringen Risiko für Exil-Russen im Land geändert, berichtete der Sender BBC. Allerdings gebe es weiterhin keinen Zusammenhang mit dem Tod Gluschkows und der Giftattacke gegen den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Yulia. London gibt dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die Schuld für den Anschlag auf Skripal. Der Kreml wies die Vorwürfe umgehend zurück.

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