Attacke auf Nebenbuhler: Gericht will Hauptzeugen hören

Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Gericht zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Gericht zu sehen. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild
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07. Dezember 2021 - 2:21 Uhr

Neubrandenburg (dpa) - Am Landgericht Neubrandenburg wird heute der Prozess um eine lebensgefährliche Messerattacke gegen einen Nebenbuhler fortgesetzt. Am zweiten Prozesstag will die Kammer den Geschädigten und die Frau, um die sich der Streit in Strasburg (Vorpommern-Greifswald) damals drehte, als Hauptzeugen anhören. Dem 46-jährigen Angeklagten wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Er hatte beim Prozessauftakt ein Teilgeständnis abgelegt. Der Angeklagte hatte eingeräumt, damals aus Wut ein Messer gegriffen und in Richtung des Kontrahenten gestoßen zu haben. Von Verletzungen habe er aber nichts gewusst.

Laut Anklage wollte er, dass der Mann aus Prenzlau in Brandenburg seine Wohnung verlässt. Der Angeklagte hatte seine Lebensgefährtin mit dem "Neuen" beim Frühstück ertappt, weil er nach dem Wegfahren noch zurückkam, um einen vergessenen Schlüssel zu holen. Die Frau habe eigentlich vorgegeben, einen "Mädelsabend" gehabt zu haben. Der Angeklagte hatte im Wohnzimmer übernachtet, weil er glaubte, eine Freundin schlafe bei der Lebensgefährtin.

Der Geschädigte floh mit Stichen in Bauch und Rücken, eine Notoperation rettete ihm das Leben. Ein Urteil wird nach derzeitiger Planung Anfang Januar erwartet.

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Quelle: DPA