Auf Berliner Demo gegen Corona-Maßnahmen

ARD-Team offenbar von Mann (46) aus Reichsbügerszene angegriffen

08. Mai 2020 - 9:55 Uhr

"Feige Tat aus dem Hinterhalt"

Ein Team der ARD wollte filmen, wie Demonstranten vor dem Berliner Reichstag gegen die Corona-Regeln protestieren. Dabei wurde es zum Ziel einer Attacke. Laut RTL-Informationen soll es sich bei dem Angreifer um einen 46-Jährigen aus der Rechsbürgerszene handeln, der in Vergangenheit bereits wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte aufgefallen sein soll. Der Kameramann erzählt, wie er die Tat erlebte.

46-Jähriger wegen Körperverletzung angezeigt

Ein Video zeigt den Tathergang: Ein Mann löst sich aus der Menge, geht geradewegs auf das Kamerateam der ARD zu und tritt plötzlich zu. "Den Angriff haben wir als feige Tat aus dem Hinterhalt erlebt. Rufe oder Laute des Angreifers waren für uns nicht wahrnehmbar. Klischeehaft würde man ihn sofort der rechten Szene zuordnen", teilt der Kameramann auf RTL-Anfrage mit. "Die Situation nach dem Tritt war durch das sofortige Eingreifen der Polizei schnell geklärt."

Das Team hat Glück im Unglück: Der Angreifer will den Tonassistenten treten, erwischt jedoch nur die Stange des Mikrofons. Der Kameramann bekommt sie gegen den Kopf, doch er beruhigt: "Meinem Kollegen und mir geht es gut, der Angriff ist ja zum Glück teilweise missglückt."

Anzeige gegen den Demonstranten habe er nicht erstattet, da die Polizei selbst die Ermittlungen eingeleitet hat. Gegen den 46-Jährigen liegt eine Strafanzeige wegen Körperverletzung vor.