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Atomverhandlungen mit Iran auf der Zielgeraden

Atomverhandlungen mit Iran auf der Zielgeraden

Atomverhandlungen mit Iran auf der Zielgeraden
Außenminister Steinmeier sitzt für Deutschland am Verhandlungstisch.
dpa, Pool

Steinmeier: Gespräche derzeit in "kritischen" Phase"

Die Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm gehen in den vorerst letzten Tag. Im schweizerischen Lausanne kommen erneut Vertreter der fünf UN-Vetomächte sowie Deutschlands und des Irans zusammen, um eine Grundsatzeinigung in dem zwölf Jahre währenden Streit zu erreichen. Die selbstgesetzte Frist läuft um Mitternacht ab. Die USA hielten sich die Möglichkeit einer Verlängerung der Gespräche darüber hinaus offen. Alle Beteiligten zeigten sich jedoch entschlossen, rechtzeitig eine Einigung zu erzielen.

Laut Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sind die Gespräche derzeit in einer "kritischen" Phase. Er betonte: "Wir werden nichts unversucht lassen, um zu einem Ergebnis zu kommen." Nach einer Grundsatzeinigung soll bis zum Sommer ein umfassendes Abkommen ausgearbeitet werden. Der Westen will sicherstellen, dass der Iran in Zukunft Atomkraft zivil nutzen kann, ohne Atomwaffen zu erlangen. Teheran will die umfassende Aufhebung der Sanktionen.

Steinmeier zufolge ist vor allem umstritten, wie der Iran nach einer Phase, in der höherwertige Atomforschung untersagt sei, weiter verfahren dürfe. "Wir können nicht zulassen, dass es nach zehn Jahren eine geradezu explosionshafte Entwicklung gibt, sondern wir müssen darauf achten, dass der Iran weiterhin nachprüfbar und dauerhaft von dem Zugriff auf Atomwaffen ausgeschlossen bleibt", sagte er. Teheran will nach Ablauf einer solchen Frist sein Atomprogramm wieder uneingeschränkt betreiben dürfen. Der Westen fordert weitere Restriktionen. Umstritten ist zudem, wie schnell Strafmaßnahmen im Falle einer Einigung aufgehoben werden sollen.