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Atomvereinbarung: Iran reagiert gelassen auf US-Kompromiss

Atomvereinbarung: Iran reagiert gelassen auf US-Kompromiss

US-Präsident Barack Obama
US-Präsident Barack Obama erklärt sich bereit, während der Frist keine Sanktionen gegen den Iran aufzuheben.
dpa, Pool

"Verhandlungen führen wir mit Regierungen, das ist auch mit den USA der Fall"

Der Iran hat gelassen auf den Kompromiss der US-Regierung mit dem Kongress im Streit um das geplante Atomabkommen mit Teheran reagiert. "Die Verhandlungen führen wir mit Regierungen, das ist auch mit den USA der Fall", sagte Außenamtssprecherin Marsieh Afcham. Auch bei einem eventuellen Atomabkommen wären die Regierungen der fünf UN-Vetomächte sowie Deutschland für dessen Umsetzung verantwortlich und nicht andere Gremien, sagte die Sprecherin auf einer Pressekonferenz in Teheran.

Der Auswärtige Ausschuss im US-Senat hatte für einen Gesetzentwurf gestimmt, der dem Kongress bei dem Atomabkommen ein Mitspracherecht erst einräumt, wenn die bis Ende Juni laufenden Verhandlungen abgeschlossen sind. Der Kongress soll zudem nur 30 statt 60 Tage Zeit bekommen, das Abkommen zu prüfen. Während dieser Frist dürfte Präsident Barack Obama keine Sanktionen gegen den Iran aufheben. Obama will das Gesetz nicht blockieren.