Atomkraftgegner bilden Menschenkette in Ahaus

11. Februar 2016 - 18:52 Uhr

Hunderte Atomkraftgegner haben eine Menschenkette um das Zwischenlager im münsterländischen Ahaus gebildet. Sie wollen weitere Transporte von und nach Ahaus verhindern, nachdem der umstrittene Transport von Brennelementen ins russische Majak erst einmal abgesagt ist. Zudem wolle man sich mit den Menschen in Russland solidarisch zeigen, sagte Matthias Eickhoff vom 'Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen'. Er sprach von 700 Teilnehmern der Protestaktion. Die Polizei berichtete von 500 Demonstranten.

Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatte vor einer Woche den umstrittenen Atommüll-Transport nach Russland vorerst gestoppt. Die 951 Brennelemente, die ursprünglich aus einem DDR-Forschungsreaktor stammen, bleiben in Ahaus. Majak im Ural soll noch stärker radioaktiv verstrahlt sein als Tschernobyl, wo es 1986 zum GAU gekommen war.