Atomausstieg: Was passiert mit den 'Geisterkraftwerken'?

10. November 2014 - 19:24 Uhr

RTL-Reporter Martin Toroxel besucht das Kernkraftwerk Hamm-Uentrop

In den anstehenden Koalitionsgesprächen ist die Energiepolitik ein zentrales Thema. Der Atomausstieg ist bereits beschlossen, aber was passiert mit den stillgelegten Kernkraftwerken? Ein Abriss ist wegen der radioaktiven Strahlung sehr aufwendig und auch kostspielig. In Hamm-Uentrop steht bereits seit 24 Jahren eine Atomruine.

Die Brennelemente sind längst entsorgt, das radioaktive Restmaterial hinter fünf Meter dickem Stahlbeton abgeschirmt. Damit keine Strahlung nach außen dringt, wurden sämtliche Zugänge und Türen mit Schweißnähten dicht gemacht.

Drei Millionen Euro kostet das Ganze pro Jahr. Das Kernkraftwerk Hamm-Uentrop wurde in den 70er Jahren gebaut, in den 80ern nach drei Jahren am Netz wegen Geldmangel wieder abgeschaltet. Seitdem steht in Hamm-Uentrop ein atomarer Friedhof. Ein Abriss hätte aber über 300 Millionen Euro gekostet.

RTL-Reporter Martin Toroxel hat sich das 'Geisterkraftwerk' von innen angesehen.