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Atomabkommen mit dem Iran in greifbarer Nähe

Atomabkommen mit dem Iran in greifbarer Nähe

"Der Moment der Entscheidung ist gekommen"

Im jahrelangen Atomstreit mit dem Iran ist eine historische Einigung in greifbare Nähe gerückt. In nächtlichen Verhandlungen mit dem Iran wollten die UN-Vetomächte und Deutschland in Wien letzte Hürden für ein Abkommen aus dem Weg räumen. Damit soll das Atomprogramm des Landes drastisch begrenzt werden.

Atomabkommen mit dem Iran in greifbarer Nähe
Der iranische Verhandlungsführer, Außenminister Mohammed Dschawad Sarif, zeigte sich zuversichtlich, was eine Einigung angeht.
dpa, Andreas Gebert

Im Gegenzug sollen Sanktionen und UN-Waffenembargos schrittweise fallen. Aus dem Umfeld von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) verlautete am späten Sonntagabend, noch könne alles scheitern, aber man stehe in der Tat kurz vor dem Ziel. "Der Moment der Entscheidung ist gekommen", hieß es. Die Gespräche seien in der absoluten Schlussphase. Letzte offene Fragen müssten jetzt politisch entschieden werden. Es gebe nur noch wenige fehlende Elemente, die aus Sicht des Ministers für eine "wasserdichte Vereinbarung" mit dem Iran notwendig seien. "Mit der Bereitschaft Teherans, die letzten Schritte zu machen, könnte es jetzt schnell gehen", hieß es.

Der iranische Verhandlungsführer, Außenminister Mohammed Dschawad Sarif, sagte, es gebe zwar noch etwas zu tun. Es werde aber keine weitere Verlängerung der Gespräche geben. Die Atomverhandlungen zwischen der 5+1-Gruppe (USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland) und dem Iran hatten vor mehr als zwei Wochen begonnen und waren mehrfach verlängert worden. Ziel ist ein Abkommen, damit der Iran einerseits keine Atombombe bauen, die Atomkraft aber andererseits weiterhin zivil nutzen kann.