Asylbewerber in Dresden erstochen - Mordkommission aufgestockt

15. Januar 2015 - 15:52 Uhr

"Unsere Ermittlungsrichtung ist ein Tötungsdelikt"

Ein afrikanischer Asylbewerber ist in Dresden erstochen worden. Die Obduktion habe ergeben, dass der 20-Jährige an mehreren Messerstichen in Hals und Brust starb, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden, Lorenz Haase. Die Behörde ermittelt wegen Totschlags. Täter, Hintergründe und Umstände des Geschehens seien noch unbekannt, auch die Tatwaffe wurde bisher nicht gefunden. Die Mordkommission wurde personell aufgestockt und konzentriert sich auf die Befragung der Mitbewohner des Afrikaners.

Ein Polizeiwagen vor einer Plattenbausiedlung.
Ein Polizeiwagen steht vor der Plattenbausiedlung im Dresdner Stadtteil Leubnitz-Neuostra, wo der 20-Jährige tot aufgefunden wurde.
© dpa, Arno Burgi

Einen Unfall oder Selbstmord hatten die Ermittler ausgeschlossen. "Unsere Ermittlungsrichtung ist ein Tötungsdelikt", sagte Polizeipräsident Dieter Kroll. "Wenn die Obduktion etwas anderes ergibt, wäre mir das lieber als alles andere", fügte Kroll hinzu. Die Behörden hatten zunächst mitgeteilt, dass es für Fremdeinwirkung keine Anhaltspunkte gebe. Der 20-Jährige aus Eritrea war am Dienstag in einer Plattenbausiedlung im Stadtteil Leubnitz-Neuostra gefunden worden.