Diskussionen über Zweitimpfung

AstraZeneca-Impfung unter 60: Wie geht es mit der zweiten Impfung weiter?

Wie geht es weiter mit der zweiten Impfung nach AstraZeneca?
Wie geht es weiter mit der zweiten Impfung nach AstraZeneca?
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07. April 2021 - 17:38 Uhr

Gesundheitsminister beraten sich

Erstimpfung mit AstraZeneca und unter 60? Wie, wann und vor allem mit was bei der zweiten Impfung geimpft wird, darüber spricht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Mittwochnachmittag mit den Gesundheitsministern der Länder. Die Ständige Impfstoffkommission spricht eine klare Empfehlung aus.

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Moderna, Biontech und Co. als Alternativimpfstoffe

Die Ständige Impfkommission (StiKo) hatte in einem Beschluss von letzter Woche empfohlen, dass Menschen unter 60 Jahren, die bei der Erstimpfung AstraZeneca erhalten haben, bei der zweiten Impfung auf einen anderen mRNA-Impfstoff umstellen sollen. Dazu zählen die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna.

EMA empfiehlt Astrazeneca uneingeschränkt

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hingegen hat seine Bewertung des Impfstoffes am Mittwoch in Amsterdam erklärt: Sie empfehlen die Anwendung des Impfstoffes weiterhin uneingeschränkt – das heißt für alle Erwachsenen egal welchen Alters. Der Nutzen des Wirkstoffes sei höher zu werten als seine Risiken.

Die Verabreichung des Vakzins war vergangene Woche (für unter 60-Jährige) zunächst ausgesetzt worden, da es Verdachtsfälle von Hirnvenenthrombosen nach AstraZeneca-Impfungen gegeben hatte.

13% der Deutschen haben Erstimpfung erhalten

Wie diese Entscheidung die Impfstrategie beeinflussen wird und wie es für die unter 60-Jährigen mit AstraZeneca-Erstimpfung weitergeht, darüber wird seit 15 Uhr in Berlin getagt. Auch der Abstand zwischen der Erst- und Zweitimpfung wird wohl zur Diskussion kommen müssen.

Spahn hatte in einem Brief an die Gesundheitsminister der Länder gefordert, die Zweitimpfungen zunächst zurückzustellen. Laut einem Tweet von Spahn sind bisher 13 Prozent der Deutschen bisher mindestens einmal geimpft worden.