Assange will Ermittlungsende der USA abwarten

11. Februar 2016 - 18:22 Uhr

Wikileaks-Gründer Julian Assange will bis zum Ende der Ermittlungen der USA in seinem selbst gewählten Exil in der Botschaft Ecuadors in London ausharren. "Die USA müssen die Ermittlungen fallenlassen. Sie sind unmoralisch", sagte der Gründer der Enthüllungs-Plattform Wikileaks dem US-Fernsehsender CNN. Der Australier hat sich in die Vertretung des lateinamerikanischen Landes geflüchtet, um seiner Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Dort soll er wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und der sexuellen Belästigung gehört werden.

Assange fürchtet, von Schweden in die USA ausgeliefert zu werden, die er mit der Veröffentlichung mehrerer Tausend geheimer US-Botschaftsdepeschen verärgert hatte. Dort, so seine Sorge, droht ihm die Todesstrafe. In Großbritannien hat Assange alle Rechtsmittel gegen seine Auslieferung nach Schweden ausgeschöpft. Die Briten fühlen sich verpflichtet, ihn in das nordische Land abzuschieben.