Assange wehrt sich gegen Auslieferung

11. Februar 2016 - 18:22 Uhr

Wikileaks-Gründer Julian Assange schöpft den vollen Instanzenweg aus und wehrt sich vor dem Londoner Supreme Court gegen seine Auslieferung nach Schweden. Bei der Anhörung vor dem höchsten britischen Gericht geht es um die Frage, ob ein EU-weiter Haftbefehl gegen den 40 Jahre alten Australier rechtens war. Assange, Gründer der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks, macht geltend, der Haftbefehl sei nichtig, weil er nur von der schwedischen Staatsanwaltschaft, nicht aber von einem Richter ausgestellt worden sei.

Assange soll wegen des Verdachts auf Sexualstraftaten gegen zwei Frauen nach Schweden ausgeliefert werden. Obwohl die angeblichen Straftaten bereits im Sommer 2010 stattgefunden haben sollen, gibt es in Schweden noch immer keine Anklage gegen Assange. Der Australier soll offiziell zunächst nur zur Vernehmung nach Schweden gebracht werden. Er bestreitet die Vorwürfe und befürchtet insgeheim, dass er von Schweden an die USA ausgeliefert werden könnte.