Assange: Anschlag im "Jack-Ruby-Stil"

© dpa, James Fletcher

2. November 2011 - 19:56 Uhr

Wikileaks-Chef fürchtet um sein Leben

Er trägt eine Fußfessel und lebt derzeit unter strengen Auflagen in Großbritannien, darf das Land nicht verlassen. Doch nun fürchtet Wikileaks-Chef Julian Assange im Falle einer Auslieferung an die USA einen Anschlag auf sein Leben. Und er hat sogar schon genaue Vorstellungen, wie dieser Anschlag ablaufen könnte.

Assange glaubt in einem US-Gefängnis im "Jack-Ruby-Stil" getötet zu werden, sagte er in einem Interview mit der britischen Zeitung 'The Guardian' in Anspielung auf den Mann, der Lee Harvey erschoss, den Mörder von US-Präsident John F. Kennedy.

Es sei zwar "politisch unmöglich", dass er von London ausgeliefert wird, sollte er in Großbritannien angeklagt werden, so der 39-Jährige. Letztendlich liege sein Schicksal aber in der Hand von Premierminister David Cameron, sollten die USA seine Auslieferung beantragen.

Die Internetplattform hat zuletzt Hunderte von geheimen Depeschen von US-Diplomaten in aller Welt veröffentlicht und damit dem US-Außenministerium viele peinliche Momente beschert. Teilweise haben die an die Öffentlichkeit geratenen vertraulichen Informationen die Beziehungen der USA zu anderen Staaten belastet.