Erste Details zur Beisetzung

"Aschenbrödel"-Star Libuše Šafránková: Ihr Prinz will zur Beerdigung anreisen

Libuše Šafránková in ihrer Rolle als Aschenbrödel und ihr Prinz alias Pavel Trávníček.
Libuše Šafránková in ihrer Rolle als Aschenbrödel und ihr Prinz alias Pavel Trávníček.
© picture-alliance / KPA Honorar &

16. Juni 2021 - 14:43 Uhr

"Aschenbrödel"-Star Libuše Šafránková ist tot

Jahr für Jahr flimmert ihr Gesicht über die deutschen TV-Bildschirme – Libuše Šafránková gehört seit etwa 50 Jahren zum Weihnachtsfest wie der Tannenbaum. Mit ihrer Rolle als Aschenbrödel im zauberhaften Märchen "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" (1973) feierte die tschechische Schauspielerin ihren wohl größten Erfolg – bis heute. Anfang Juni starb Libuše plötzlich im Alter von 68 Jahren. Ein Schock für viele ihrer treuen Fans und auch für ihren Co-Star Pavel Trávníček (70). Der "Aschenbrödel"-Prinz will jetzt sogar zur Beerdigung kommen.

Erste Details zur Beisetzung

So sieht Pavel Travnicek, der Prinz aus dem Weihnachtsklassiker "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" heute aus
So sieht Pavel Trávníček, der Prinz aus dem Weihnachtsklassiker "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" heute aus
© Foto: Geisler-Fotopress/Niehaus, R4179 Clemens Niehaus/Geisler-Fotopres

Zwei Tage nach ihrem 68. Geburtstag ist Libuše Šafránková für immer eingeschlafen, jetzt soll sie ihre letzte Ruhe finden. Wie das tschechische Kulturministerium am Montag mitteilte, soll die Beisetzung am 25. Juni 2021 in ihrer Heimat, dem mährischen Šlapanice bei Brünn, im engsten Familienkreis stattfinden. Die Öffentlichkeit sei von diesem Begräbnis ausgeschlossen, angeblich soll die Beerdigung aber auf Leinwänden nach draußen übertragen werden.

Fans und Wegbegleiter bekommen eine weitere Möglichkeit, sich gebührend zu verabschieden. Vor der Beisetzung findet in der Kirche der Heiligen Agnes von Böhmen in Prag-Záběhlice ein Trauergottesdienst statt. Und zu diesem wird eine ganze Scharr an Menschen erwartet. "Es werden viele Hunderte Menschen kommen", vermutet "Aschenbrödel"-Prinz Pavel Trávníček im Gespräch mit "Tag24". Er wolle sich ebenfalls unter die Trauergäste mischen und seiner Schauspielpartnerin, die an Lungenkrebs gelitten haben soll, die letzte Ehre erweisen.

Für Šafránkovás Sohn Josef Abrham hat die Kirche übrigens Bedeutung, schließlich war Libuše über 30 Jahre hinweg stets dorthin gekommen. Er war es übrigens auch, der sich gegen ein Staatsbegräbnis ähnlich dem von Karel Gott entschieden haben soll. Der Grund: "Meine Mutter schätzte ihre Privatheit." (cch)