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Arzt tötete Frau mit Kokain auf seinem Penis: Prozess in Magdeburg startet

Arzt tötete Frau mit Kokain auf seinem Penis: Prozess in Magdeburg startet

Andreas N. muss sich in Magdeburg vor Gericht verantworten

Die Vorwürfe gegen den ehemaligen Chefarzt wiegen schwer: Andreas N. soll mindestens vier Frauen heimlich Kokain verabreicht haben, während er Sex mit ihnen hatte. Er löste die Droge nicht nur heimlich in Getränken auf, sondern rieb auch seinen Penis damit ein, bevor er mit den Frauen ins Bett ging. Eine der Frauen starb an einer Überdosis. Jetzt steht der Mann in Magdeburg vor Gericht.

Yvonne M. war Andreas N. anscheinend hörig

Die Friseurin Yvonne M. war eine Patientin des 42-Jährigen. Sie erlag seinem Charme, wie ihre beste Freundin zum Prozessauftakt berichtete. Die 38-Jährige war verheiratet, trotzdem fing sie eine Affäre mit dem Chefarzt der plastischen Chirurgie an. "Sie hätte alles für ihn getan, er hätte alles mit ihr machen können", berichtete ihre Freundin vor Gericht.

Immer wieder traf sich Yvonne M. zum Sex mit dem Arzt und hatte sogar vor, ihren Mann für Andreas N. zu verlassen. "Er war für sie ihr Christian Grey aus 'Fifty Shades of Grey'", sagt Yvonne M.s beste Freundin. Doch dazu kam es nicht mehr. Am 20. Februar 2018 starb die 38-jährige Yvonne M. nach dem Sex mit ihrem Liebhaber. Gerichtsmediziner stellten eine Überdosis Kokain in ihrem Blut fest.

Andreas N. verweigert die Aussage

Psychologe Dirk Baumeier erklärte, es sei nicht ungewöhnlich, dass männliche Kokser die Droge über ihren Penis konsumieren. Viele nehmen das weiße Pulver, weil sie glauben, damit ihre Lust steigern zu können. Warum Andreas N. die Droge auf seinen Penis rieb, ist unklar. Wollte er seiner Sexpartnerin damit mehr Lust bereiten oder sich selbst? Diese Frage wird wohl auch im Prozess vor dem Magdeburger Landgericht ungeklärt bleiben, denn der Angeklagte will vor Gericht nicht aussagen.

Sollte das Gericht Andreas N. schuldig sprechen, droht ihm eine lange Haftstrafe. "Für den Fall, dass der Angeklagte wegen Mordes oder Vergewaltigung mit Todesfolge verurteilt wird, muss er mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe rechnen ", erklärte ein Gerichtssprecher. Als Arzt wird er höchstwahrscheinlich nicht mehr praktizieren dürfen. Was der Ehemann der toten Yvonne M. im Prozess alles durchmachen muss, erfahren Sie im Video.