Bei Handgemenge vor Villa des Fußball-Stars

Wachmann berichtet von Morddrohungen gegen Mesut Özil

FC Burnley - FC Arsenal
© dpa, Martin Rickett, jga

11. Februar 2020 - 9:50 Uhr

Özil-Wachmann sagt vor Gericht aus

Mesut Özil erlebte vergangenen Sommer zwei Schockmomente: Erst wurde der Star des FC Arsenal in London von Gangstern überfallen. Anfang August legten sich zwei Männer vor Özils Anwesen im Norden der Stadt mit dem Sicherheitspersonal des Deutschen an. Einem Wachmann zufolge drohten die beiden 27-Jährigen Özil mit dem Tod.

Morddrohungen und Beleidigungen gegen Özils Mutter

Wie britische Medien berichten, sagte einer der Wachmänner vor Gericht aus, das Duo habe in türkischer Sprache gedroht, ihn und Özil zu töten, wenn er seinen Posten vor der Villa nicht verlasse. Außerdem hätten die beiden Özils Mutter beleidigt.

Die beiden Männer mussten sich erstmals vor Gericht zu dem Vorfall äußern. Sie sollen im August 2019 mehrmals vor Özils Haus aufgetaucht sein. Beim dritten Mal hätten die Wachleute das Duo überwältigt und festgehalten, bis die Polizei eintraf. Die Angeklagten bestritten das vor Gericht und sagten, sie seien von den Wachleuten angegriffen worden. Özil war im Gerichtssaal nicht anwesend.

Überfall auf Özil: Kolasinac schlug Angreifer in die Flucht

Wenige Wochen vor dem Vorfall waren Özil und sein Arsenal-Teamkollege Sead Kolasinac im Juli 2019 von bewaffneten Gangstern, die auf Mopeds saßen, überfallen worden. Der frühere Schalke-Profi Kolasinac wehrte die Täter mit bloßen Händen ab. Sie flüchteten schließlich ohne Beute.

Nach dem Überfall engagierte Özil das Sicherheitspersonal an seinem Haus. Die Polizei fasste später zwei Verdächtige, die den Überfall gestanden. Einer der Täter wurde zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. Das Urteil gegen den zweiten Mann steht noch aus.

RTL.de/dpa