Arsenal: Sieg bei den Bayern brachte die Wende

Fühlen sich beim FC Arsenal pudelwohl: Lukas Podolski und Per Mertesacker.
Fühlen sich beim FC Arsenal pudelwohl: Lukas Podolski und Per Mertesacker.
© REUTERS, DYLAN MARTINEZ

16. Januar 2014 - 11:39 Uhr

Die Rekord-Bayern haben sich im Triple-Jahr 2013 offenbar nicht nur selber auf den Fußball-Thron gesetzt, sondern ganz nebenbei auch noch anderen europäischen Topteams zu Höchstleistungen verholfen.

So war der Sieg im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League 2013 beim FC Bayern für den FC Arsenal offenbar der Wendepunkt zum Guten. Dies behauptet Per Mertesacker vor der Neuauflage zwischen dem deutschen und dem englischen Tabellenführer in der 'Königsklasse'. "Nach dem Spiel in München haben alle bei uns gespürt, dass wir jede Mannschaft der Welt schlagen können", sagte der Innenverteidiger auf der Club-Homepage.

"Das war ein Schlüsselspiel. Davor haben wir immer wieder gute Spiele gezeigt, aber auch immer wieder in entscheidenden Phasen Punkte verloren. Deshalb wurde Arsenal als gute Mannschaft, aber nicht als Gefahr für die Top-Teams wahrgenommen", so der 29-jährige Nationalspieler über die Veränderungen nach dem 2:0-Sieg beim späteren CL-Sieger: "Das hat sich am Ende der vergangenen Saison geändert und in dieser Spielzeit fortgesetzt." Gegen die Bayern schieden die 'Gunners' im Vorjahr trotz des Auswärtssieges wegen der vorherigen 1:3-Heimniederlage aus.

Mertesacker von Podolski-Verpflichtung überrascht

Er selbst habe nach seinem Wechsel von Werder Bremen im Jahr 2011 "fast ein Jahr gebraucht", um sich in London zurechtzufinden, gab Mertesacker zu: "Ich habe mich auf verschiedene Dinge erst einstellen müssen. Manchmal muss man Fehler machen, leiden und durch schwierige Phasen gehen. Aber daraus zu lernen ist der Schlüssel. Und du musst einen Trainer haben, der an dich glaubt."

Seine Erfahrung habe schließlich geholfen, die Nationalmannschafts-Kollegen Lukas Podolski und Mesut Özil "zu unterstützen, als sie hierher gekommen sind". Besonders Özils Verpflichtung im Sommer für 50 Millionen Euro habe ihn überrascht: "Ich habe nicht gedacht, dass wir ihn bekommen können."

Inzwischen ist Mertesacker zum Führungsspieler aufgestiegen. Er durfte das Team mehrfach als Kapitän auf den Platz führen, ist Kassenwart ("wahrscheinlich, weil Deutsche für Strenge, Vertrauenswürdigkeit und ihren Geschäftssinn bekannt sind"), und ihm wird mit einem eigenen Fansong über den "big fucking German" gehuldigt. "Da spielt sicher ein wenig Sarkasmus mit", sagte er: "Aber auch ein gewisser Respekt."