Arrivabene: "Wir sind nicht so dumm und verrückt"

Maurizio Arrivabene, Ferrari-Teamchef
War von den Vorkommnissen beim Belgien-GP nicht erfreut: Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene
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Nach seinem Reifenplatzer kurz vor Ende des Belgien-GP rastete Sebastian Vettel aus und griff Reifenhersteller Pirelli an. Von Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene erhielt er dafür Rückendeckung.

Können Sie Sebastian Vettels heftige Reaktion nachvollziehen?

Maurizio Arrivabene (Ferrari-Teamchef): Wenn man anderthalb Runden vor Schluss schon den Podiumsplatz vor Augen hat und diesen dann plötzlich verliert, dann ist man enttäuscht.

Haben Sie die falsche Strategie gewählt?

Arrivabene: Wenn wir eine Strategie entwerfen, basiert diese auf den Daten, die wir haben. Auch wenn sie aggressiv ist, sind wir nicht so dumm und verrückt, ein Risiko für die Fahrer einzugehen.

Gab es von Pirelli während des Rennens Hinweise, dass Ihre Strategie zu risikoreich ist?

Arrivabene: Wir haben einen Ingenieur von Pirelli, jedes Team hat einen. Was glauben Sie, was der tut? Er ist nicht da, um Kaugummi zu kauen. Es hat keine Warnung gegeben, ich kann Ihnen die Papiere zeigen.

Wann haben Sie sich für eine Ein-Stopp-Strategie entschieden?

Arrivabene: Es war unser Plan A vor dem Rennen. Wir haben das heute morgen um 11.00 Uhr entschieden. Wenn eine Strategie im Meeting entschieden wird, basiert sie auf den Daten.