Arkansas: Vater erstickt Baby und will es mit Stromstoß wiederbeleben

Tyler B. drückte seine Tochter so lange gegen seine Schulter, bis sie keine Luft mehr bekam. (Foto: Crawford County Sheriff's Office)
Tyler B. drückte seine Tochter so lange gegen seine Schulter, bis sie keine Luft mehr bekam. (Foto: Crawford County Sheriff's Office)

14. Juli 2018 - 20:01 Uhr

Vater hielt das Geschrei nicht mehr aus

Als die Mutter morgens gegen 9 Uhr den Notruf wählte, weil ihre zwei Monate alte Tochter nicht mehr atmete, war es längst zu spät. Die Ärzte im Krankenhaus von Van Buren im US-Bundesstaat Arkansas konnten das kleine Mädchen nur noch für tot erklären. Die Polizei nahm nun den 19 Jahre alten Vater des Mädchens fest. Er soll das Baby erstickt haben, weil es nicht aufhörte, zu schreien. Dann unternahm er einen völlig hoffnungslosen Wiederbelebungsversuch.

Tyler B. versuchte sogar noch, seine Tochter wiederzubeleben

Im Verhör erklärte Tyler B. zwar zuerst, seine Tochter sei gegen halb sechs wach geworden. Er habe ihr ein Fläschchen gegeben und sie sei wieder eingeschlafen. Als er etwas später erneut wach wurde, atmete die Kleine nicht mehr. Um sie wiederzubeleben, schnitt er das Ende eines Verlängerungskabels ab. Er nahm offenbar an, ein Stromschlag könnte das Baby wieder zum Atmen bringen.

Später stellte sich heraus, dass Tyler die Geschichte nicht ganz richtig erzählt hatte. Er gestand inzwischen, dass er gegen zwei Uhr nachts aufgestanden war, um das Baby zu beruhigen. Weil es nicht aufhörte zu schreien, drückte er das Köpfchen seiner Tochter so gegen seine Schulter, dass sie keine Luft mehr bekam. Er wollte einfach, dass sie aufhört zu schreien, damit er weiterschlafen konnte, gab er laut der Lokalzeitung "Arkansas Democrat-Gazette" zu Protokoll. Der Vorfall ereignete sich bereits am 12. Juni.

Tyler B. droht die Todesstrafe

Später schien er seine Tat zu bereuen. Doch statt den Notarzt zu rufen, malträtierte er das tote Baby noch mit Stromstößen. Er wisse, dass er sich falsch verhalten habe, sagte der 19-Jährige der Polizei. Nun muss er sich vor Gericht verantworten. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm im schlimmsten Fall Lebenslange Haft oder sogar die Todesstrafe.