Überschwemmungen in Arkansas

Frau ertrinkt in ihrem Auto, während sie von Notruf-Mitarbeiterin verspottet wird

02. September 2019 - 10:48 Uhr

Tödliche Überschwemmungen im US-Bundesstaat Arkansas

Der Ort Fort Smith im US-Bundesstaat Arkansas steht wegen starker Überschwemmungen fast komplett unter Wasser. Mittendrin ist Debbie Stevens, die in ihrem Auto gefangen ist und zu ertrinken droht. Die letzten Momente ihres Lebens verbringt sie am Telefon im Gespräch mit der Notrufzentrale. Doch die Mitarbeiterin am anderen Ende der Leitung hat für die hilflose Frau nur Spott und Hohn übrig. Die zum Teil bedrückenden Szenen des Notrufs zeigen wir im Video.

"Sie flippen aus und tun nichts anderes, als den Sauerstoff zu verbrauchen"

"Bitte helfen Sie mir, ich will nicht sterben", diese Worte richtet Debbie Stevens mehrfach an die Notrufzentrale. Etwa 24 Minuten telefoniert sie mit einer Mitarbeiterin der Zentrale und erzählt, dass ihr Auto immer weiter mit Wasser vollläuft. Doch auf die verzweifelten Worte der Frau reagiert die Mitarbeiterin der Notrufzentrale nur mit Spott: "Ich verstehe das, aber Sie flippen aus und tun nichts anderes, als den Sauerstoff zu verbrauchen. Also beruhigen Sie sich."

Da die Zentrale den Fall nicht mit der höchsten Priorität einstuft, dauert es mehr als eine Stunde, bis die Rettungskräfte das Auto von Debbie Stevens erreichen. Doch für die Frau kam jede Hilfe zu spät. "Ich glaube, dass die Angestellte den Ernst der Lage nicht erkannt oder verstanden hat", sagte der Polizeichef von Fort Smith, Danny Baker, die Notruf-Mitarbeiterin, hatte zuvor gekündigt. Der Hilferuf von Debbie Stevens ging an ihrem letzten Tag ein.