Arizona: Großvater lässt Fünfjährige mit geladener Waffe in Wüste

Allein gelassen in der Wüste, hielt die Fünfjährige die geladene Waffe bei sich, als sie von der Mutter gefunden wurde.
Allein gelassen in der Wüste, hielt die Fünfjährige die geladene Waffe bei sich, als sie von der Mutter gefunden wurde.
© MEV

05. November 2015 - 8:37 Uhr

Großvater genoss "ein paar Drinks und einen Cheesburger"

Ein 53-Jähriger soll seine fünf Jahre alte Enkelin in der Wüste im US-Bundesstaat Arizona zurückgelassen haben. Er hatte ihr eine geladene Pistole gegeben und sie aufgefordert, "auf die Bösen" zu schießen. Nun ermittelt die Polizei in Arizona.

Der Großvater des minderjährigen Kindes sei in Polizeigewahrsam, da er die Sicherheit seiner Enkelin gefährdet. Unter Berufung auf die Polizei heißt es weiterhin, Großvater und Enkelin hätten am Sonntagabend das Haus in Buckeye, rund 50 Kilometer westlich von Phoenix, in einem Pick-up verlassen. Vier Stunden später sei das Mädchen als vermisst gemeldet worden.

Die Mutter des Kindes hätte ihre Tochter mit einem Feuerwehrmann, der außer Dienst war, in der Wüste gefunden. Laut Polizeibericht hielt sie die geladene Pistole in der Hand. "Ihr wurde die Waffe gegeben und gesagt, sie solle auf die Bösen schießen", sagte der örtliche Sheriff. "Ich weiß nicht, wie eine Fünfjährige zwischen einem guten und einem bösen Menschen unterscheiden soll, aber so hat sie es uns erzählt."

Der Großvater erklärte gegenüber den Beamten, sein Wagen sei liegengeblieben. Da seine Enkelin nicht zu Fuß gehen wollte und sich beschwerte, habe er die Fünfjährige unter einem Baum zurückgelassen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters seine Aussage aus Gerichtsunterlagen.

Nach Angaben der örtlichen Polizei hat der 53-Jährige zugegeben, das Mädchen mit seiner Waffe zurückgelassen zu haben, "während er ein paar Drinks und einen Cheeseburger genoss". Das Mädchen sei nun wieder bei der Mutter und die Kinderschutzbehörde alarmiert.