Argentinien: Sklavenarbeit bei Zara-Nähereien aufgedeckt

Freund des Papstes führt Protestbewegung an

Illegale Werkstätten und Arbeiter, die wie Sklaven behandelt werden: Die spanische Modekette Zara, die wegen ihrer trendigen und trotzdem preiswerten Kleidung bei Jugendlichen sehr beliebt ist, gerät unter Beschuss. In Argentinien sind bei Razzien katastrophale Arbeitsbedingungen aufgedeckt worden.

Zara Sklavenarbeit Argentinien
Die Sklavenarbeiter für Zara müssen bis zu 17 Stunden am Stück arbeiten und schlafen auf kaputten Betten in viel zu engen Räumen.

Demnach sollen illegale Nähereien Arbeiter wie Sklaven behandelt haben. Allein 30.000 solch entrechteter Arbeiter sollen im Großraum Buenos Aires leben. Katastrophale Hygiene-Bedingungen, enge Schlafräume und Arbeitszeiten von morgens sechs bis abends 23 Uhr sind hier an der Tagesordnung. "Zara, Zara, Du bist ein Sklavenhalter", singen die Leute auf den Straßen. Ausgerechnet ein enger Freund von Papst Franziskus, Gustavo Vera, führt die Demonstrationen unter anderem gegen Zara seit Jahren an. "Die Arbeiter werden wie Tiere behandelt", erklärt er empört.