Nur mit Muskelkraft

Argentinien: Helfer retten sechs gestrandete Orcas zurück ins Meer

17. September 2019 - 15:54 Uhr

Fast alle Tiere schafften es zurück ins Meer

In Argentinien haben Mitarbeiter der Marinepräfektur sechs Orcas gerettet. Die Tiere waren an der Küste von La Caleta rund 413 Kilometer südlich von Buenos Aires gestrandet, wie die Behörde mitteilte. Im Video sehen Sie die spektakuläre Rettungsaktion. Ein siebter Wal starb übrigens am Strand. Für ihn konnten die Helfer nichts mehr tun.

Wahrscheinlich verloren die Orcas die Orientierung

Orcas an argentinischer Atlantikküste gestrandet
Helfer in Argentinien schieben einen Orca zurück ins Wasser.
© dpa, Marina Devo, NP flm

Wie die Meeressäuger im seichten Wasser landeten, werde noch untersucht, teilte das Umweltministerium mit. "Wahrscheinlich haben sie die Orientierung verloren und sind deshalb auf die Küste zu geschwommen", sagte die Umwelt- und Tourismusbeauftragte der Gemeinde Mar Chiquita, Flavia Laguné, der Zeitung "La Nación". Zumindest auf den ersten Blick hätten die Tiere gesund gewirkt.

Mit vereinten Kräften gelang es den Rettern, sechs Wale zurück ins Wasser zu ziehen. Viele freiwillige Helfer aus der Nachbarschaft unterstützten die Aktion, wie die Zeitung berichtet. Die Tiere wurden nur durch Muskelkraft zurück ins Meer bewegt. Ein Schiff begleitete die Wale dann noch hinaus ins offene Meer, um zu verhindern, dass sie erneut in Richtung Strand schwammen.

Sieben Schwertwale an argentinischer Atlantikküste gestrandet
Warum die Wale an den Strand bei La Caleta schwammen, ist unklar.
© dpa, Marina Devo, NP pil

Orcas, auch Schwertwale genannt, sind die größten Vertreter der Familie der Delfine. In Gruppen von bis zu 30 Artgenossen durchstreifen die schwarz-weißen Meeressäuger die Weltmeere. Sie jagen gemeinsam und teilen die Beute. Schwertwale können über neun Meter lang werden.