Kleiner Junge steckt seit sechs Tagen im Schacht fest

Architekt zu Julens (2) Rettung: "Er hätte in zwei bis drei Tagen befreit werden können"

19. Januar 2019 - 19:19 Uhr

Noch gibt es Hoffnung für den kleinen Julen

Seit sechs Tagen steckt Julen (2) in dem Brunnenschacht in Tatalan bei Malaga fest. Der Junge ist in einem 100 Meter tiefen Schacht verschollen und die Retter kommen nur langsam voran. Noch gibt es Hoffnung, aber niemand weiß, ob Julen noch lebt. Der spanische Architekt Jesus Flores Vila macht den Rettern im RTL-Interview schwere Vorwürfe: "Das Kind hätte innerhalb von zwei bis drei Tagen gerettet werden können." Dass die Retter stattdessen noch immer nicht zu Julen vorgedrungen seien, liege an mehreren Fehlern, erklärt Flores Vila im Video.

Falsche Entscheidungen bremsen die Rettungsaktion aus

Wegen der komplizierten Bedingungen in dem hügeligen Gebiet nahe der Küstenstadt Málaga konnten die Retter erst spät mit dem Bau des Bergungstunnels beginnen. Die ganze Nacht waren die Helfer mit den Arbeiten zur Aufstellung einer Plattform zur Stabilisierung der Hauptbohrmaschine beschäftigt, wie Medien unter Berufung auf die Rettungsteams berichteten. Dabei waren mehrere Schaufelbagger im Einsatz.

Architekt Flores Vila kritisiert genau diese Plattform, deren Bau alles verzögert. Sie sei nicht nötig gewesen, wenn von Anfang an ein größerer Bohrer aus Madrid geholt worden wäre. "Der hätte am Montag hier sein können", ist sich Flores Vila im RTL-Interview sicher. Auch andere Architekten, die in Spanien auch Ingenieursaufgaben übernehmen, stützen seine Aussagen gegenüber RTL-Reporterin Pia Schrörs. Die spanischen Behörden haben mittlerweile bestätigt, dass die Plattform nur gebaut werden muss, weil nicht direkt der größere Bohrer bestellt wurde.