Ist das die Lösung für sauberen Strom?

Architekt baut Miniwindräder auf Dächer und Strommasten

Mini-Windräder : Ist das die Energiequelle der Zukunft? Auf Dächern, Strommasten und Bäumen
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Auf Dächern, Strommasten und Bäumen
Mini-Windräder : Ist das die Energiequelle der Zukunft?

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Einen riesigen Windpark will niemand in der Nachbarschaft

Viele Deutsche wünschen sich ökologisch erzeugten Strom, aber einen riesigen Windpark in der Nachbarschaft, möchte kaum jemand haben . Architekt Wolfgang Frey hat sich eine Lösung für dieses Problem überlegt: Miniwindräder. Sie lassen sich ganz einfach auf Hausdächern, Bäumen, Straßenlaternen oder Strommasten installieren. Im Video erklärt Frey, wie seine Erfindung funktioniert und was er sich dabei gedacht hat.

In China sind die kleinen Windräder bereits sehr gefragt

Der Architekt ist der Meinung, dass man auf keine Möglichkeit, ökologisch Energie zu erzeugen, verzichten sollte. „Windkraft ist nun mal eine Option“, sagt Frey im RTL-Interview. In China kämen die kleinen Windräder sehr gut an und würden sich immer mehr durchsetzen. In Deutschland kommt die Erfindung bisher nicht so gut an, erzählt der Erfinder.

Seine Windräder im Miniaturformat sind nicht als Ersatz für große Windparks gedacht, sondern eher als Ergänzung. So wie man mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach Solarstrom erzeugen kann, könne man auch mit einem kleinen Windrad auf dem eigenen Grundstück Windenergie produzieren. „Abhängig von der Größe des Windrades kann es 1.000 bis 3.000 Kilowattstunden im Jahr erzeugen, das ist so viel wie eine Familie in einer Wohnung im Jahr benötigt“, erklärt er. Allerdings erzeugen die Windräder nur Strom, wenn es windig ist.

Auf jedem Strommast könnte ein Miniwindrad stehen

Die Miniwindräder seien zwar nicht laut – sie „schnurren“ laut dem Architekten nur ein bisschen. Trotzdem könnten manche Leute sie vielleicht als störend empfinden. Darum setzt sich Frey nun dafür ein, dass die kleinen Windkraftanlagen auf Strommasten in Deutschland gebaut werden. Davon gäbe es schließlich mehrere Hunderttausend in Deutschland und wenn auf jedem ein kleines Windrad stehe, wäre schon viel gewonnen, meint Frey.