2019 M02 9 - 12:40 Uhr

Mehr als 38 Millionen Euro sind im vergangenen Jahr im Weiterbildungs-Topf der Bundesagentur für Arbeit ungenutzt geblieben. Der Schleswig-Holstein-Etat für Zuschüsse für Gründer, Geld für Neueinstellungen, berufliche Weiterbildung und ähnliche Angebote dieser Art war insgesamt 123,9 Millionen Euro schwer, wie die Regionaldirektion Nord der Deutschen Presse-Agentur sagte. Damit blieben etwa 30,8 Prozent der sogenannten Eingliederungsmittel ungenutzt. "Für uns gilt der Grundsatz, dass notwendige Unterstützungsleistungen nicht am Budget scheitern dürfen. Deshalb planen wir die möglichen Ausgaben so, dass ausreichend Mittel zur Verfügung stehen", begründete der stellvertretende Chef der Regionaldirektion Nord, Thomas Letixerant, den Überschuss am Jahresende.

Dass das Geld im vergangenen Jahr nicht ausgeschöpft wurde, liege zudem an der guten Konjunktur. "Denn sinkende Arbeitslosigkeit und steigende Beschäftigtenzahlen sorgten 2018 dafür, dass die eingeplanten Mittel nicht im vollen Umfang eingesetzt werden mussten."

Im Jahr 2017 standen für die verschiedensten Angebote, um Arbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zu bekommen, etwa 120,3 Millionen Euro zur Verfügung. Davon wurden 30,8 Millionen Euro (25,6 Prozent) nicht verwendet. Schleswig-Holstein liegt damit unter dem Bundesschnitt, der bei etwa 28 Prozent liegt.

Quelle: DPA