Apple: Reportage zeigt schlimme Arbeitsbedingungen bei chinesischem Zulieferer

Hier wird das iPhone hergestellt: Eine Zuliefererfabrik in China.

03. Februar 2015 - 14:10 Uhr

BBC enthüllt Arbeitsbedingungen bei Zulieferbetrieben

80.000 Menschen arbeiten in dem Zuliefererbetrieb 'Pegatron' für Apple – eine Reportage des britischen Senders BBC zeigt, unter welch katastrophalen Bedingungen die Arbeiter leben und schuften müssen. 12-Stunden-Schichten sind die Norm – aber auch 16 Stunden Arbeit am Stück können durchaus vorkommen.

Die Reportage zeigt, wie erschöpft die Arbeiter durch die enorme Belastung sind. Häufig schlafen sie in der Fabrik ein, weil sie zu lange gearbeitet gehaben. Aber der Umgang mit den Angestellten ist schonungslos – die versteckte Kamera enthüllt den harschen Umgangston.

Apple zahlt nicht mal fünf Euro für die Herstellung der Smartphones

Die chinesischen Arbeiter bleiben aber nicht nur zum Arbeiten in der Fabrik – sie verbringen ihr ganzes Leben hier. Mit teilweise zwölf Mann teilen sie sich ein Schlafzimmer, obwohl laut Apple-Vorgaben höchstens acht Arbeiter in einem Raum schlafen sollen. Von den 700 Euro, die ein Nutzer derzeit in Deutschland für das iPhone 6 zahlt, kommt in diesen Betrieben wenig an. Nur fünf Euro pro Stück zahlt Apple bisher für die Herstellung.

Es ist nicht das erste Mal, dass Apple mit den Bedingungen in den Zulieferer-Betrieben in die Kritik gerät: Vor fünf Jahren nahmen sich 14 Mitarbeiter des taiwanesischen Zulieferers 'Foxconn' das Leben. Die Gründe dafür sollen Überarbeitung und die harten Bedingungen gewesen sein.