Apple-Gründer Steve Jobs ist tot

12. Oktober 2011 - 12:19 Uhr

Steve war Apple und Apple war Steve

Wenige Menschen haben den Alltag des modernen Menschen so stark beeinflusst wie Steve Jobs. Der Apple-Begründer, der sein Studium abbrach um Millionär zu werden und mit technischen Neuerungen - wie iPod, iPhone und iPad - eines der faszinierendsten Kapitel der modernen Unternehmensgeschichte geschrieben hat, ist gestorben.

Steve Jobs starb im Alter von 56 Jahren
Steve Jobs gilt als Visionär und Vater vieler Revolutionen in der Welt der modernen Technik. Im Alter von 56 Jahren erlag der Apple-Gründer seinem schwerem Krebsleiden
© dpa, Christoph Dernbach

Nach langem schwerem Krebsleiden erlag einer der größten Visionäre des Computerzeitalters seiner Krankheit. Wie das Unternehmen in Cupertino bei San Francisco mitteilte, verstarb Jobs im Alter von nur 56 Jahren.

Bereits im August war der Apple-Gründer als Konzernchef zurück getreten. Den Kampf gegen Krebs hatte er zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich schon verloren. In einem ereignisreichem Leben trieb Jobs mit den Produkten, die den Apfel als Markenzeichen tragen, die PC- und Internet-Revolution voran wie kaum ein anderer. Als er 2007 der staunenden Welt das iPhone vorstellte, meinte er voller Stolz: "Apple hat das Telefon neu erfunden." An Selbstbewusstsein und Gespür, dass seine Produkte die Welt verändern, hat es dem Mann mit dem schwarzen Rollkragenpullover nie gefehlt.

Die Welt trauert um einen Visionär

Die Trauer über den Tod des Visionärs ist groß. "Die Welt hat einen faszinierenden Menschen verloren", hieß es in der Würdigung von Apple. "Die, die das Glück hatten, ihn zu kennen und mit ihm zu arbeiten, haben einen Freund und Mentor verloren. Steve lässt ein Unternehmen zurück, wie nur er es aufbauen konnte und das immer in seinem Geiste arbeiten wird."

US-Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle zeigten sich "betrübt" über den Tod des Apple-Mitbegründers. Jobs habe zu den größten amerikanischen Erfindern gezählt und beispielhaft den Geist der amerikanischen Erfindungsgabe gezeigt, hieß es in einer Mitteilung aus dem Weißen Haus. Jobs habe die Art, so wie jeder von uns die Welt sehe, verändert. "Die Welt hat einen Visionär verloren".

Ebenso zeigten sich Facebook-Erfinder Marc Zuckerberg und Microsoft-Gründer Bill Gates tief betroffen. "Steve, danke dafür, dass Du ein Mentor und ein Freund warst", schrieb Zuckerberg. Gates fasste seine Trauer mit den Worten zusammen: "Ich habe Steve vor etwa 30 Jahren zum ersten Mal getroffen, und wir waren Kollegen, Wettbewerber und Freunde über mehr als die Hälfte unserer Leben. Für die, die das Glück hatten, mit ihm zu arbeiten, war es eine unglaublich große Ehre. Ich werde Steve enorm vermissen." Auch zahlreiche User auf der RTLaktuell Facebook-Seite drückten ihr Mitgefühl aus.