Apple findet Kinderarbeit und giftige Chemie bei Zulieferern

11. Februar 2016 - 17:20 Uhr

Der iPhone-Hersteller Apple hat bei einer breiten Überprüfung seiner Zulieferer Kinderarbeit und den gefährlichen Einsatz einer Chemikalie entdeckt. In den geprüften 127 Betrieben seien 37 Unregelmäßigkeiten entdeckt worden, teilte Apple in seinem jährlichen Bericht über die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern mit. Bei zehn Zulieferern seien insgesamt 91 minderjährige Beschäftigte festgestellt worden - davon 42 bei einem einzelnen. Die Zusammenarbeit mit diesem Unternehmen sei beendet worden, hieß es. Die anderen seien angewiesen worden, das Alter ihrer Mitarbeiter besser zu kontrollieren.

In einem Betrieb seien 137 Arbeiter in schlecht belüfteten Räumen der Chemikalie N-Hexan ausgesetzt gewesen, was ihrer Gesundheit geschadet habe. Das Unternehmen sei angewiesen worden, den Stoff nicht mehr einzusetzen und die Entlüftung zu verbessern. Mehr als 40 Prozent der von Apple unter die Lupe genommenen Zulieferer gaben an, zum ersten Mal überhaupt von einem Auftraggeber auf die Arbeitsbedingungen überprüft worden zu sein.