Epidemiologe:

Appelle reichen nicht aus: Sperrstunden und Alkoholverbote sind sinnvoll

09. Oktober 2020 - 15:38 Uhr

Alkoholisiert werden Abstandsregeln selten eingehalten

Erst Berlin, dann Frankfurt: Die Großstädte in Deutschland werden langsam aber sicher zu Corona-Hotspots. Jetzt haben die ersten Städte Sperrstunden für Feiernde und ein nächtliches Alkoholverbot verhängt. Weil bei alkoholisierten Zusammenkünften Abstandsregeln oft nicht eingehalten würden, hält der Berliner Epidemiologe Prof Timo Ulrichs das für durchaus sinnvoll.

Das ganze Interview von RTL Reporterin Doro Steitz mit Prof. Timo Ulrichs sehen Sie im Video.

Mehr Disziplin hätte Anstieg der Infektionen verhindern können

Auch wenn das viel kritisierte Partyvolk meist an der frischen Luft feiert: Auch dort kann es zu Übertragungen des Virus kommen. Sicher nicht im großen Stil, aber dennoch. Es sei schade, sagt Prof. Timo Ulrichs, dass durch solche vermeidbaren Feiern und ein bisschen mehr Disziplin jetzt Städte wie Berlin über die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner kommen und damit als Risikogebiet gelten.

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