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Anwohnerin des Staudamms bei Whaley Bridge: "Es fühlt sich an wie in einer Kriegszone"

Drohender Dammbruch bei Whaley Bridge

Anwohnerin: "Es fühlt sich an wie in einer Kriegszone"

Anwohnerin von Whaley Bridge "Es ist wie in einer Kriegszone"

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Wie geht es den Menschen in Whaley Bridge?

Die nordenglischen Kleinstadt Whaley Bridge führt einen Wettlauf gegen die Zeit: Der Damm, der verhindern soll, dass über 1,3 Millionen Tonnen Wasser den Ort überfluten, droht zu brechen . Mittels Hochleistungspumpen wird nun versucht, den Pegel zu senken, um damit den Druck an der Staumauer zu lindern. Mehr als 1.500 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, in ihre Häuser dürfen sie nicht zurück. RTL-Reporter Jürgen Weichert hat Christin Wilman, eine Bewohnerin, getroffen und sie gefragt, wie es den Menschen in Whaley Bridge zurzeit geht.

Am Donnerstag brach ein Teil der Staumauer

Vergangene Woche brach in dem kleinen Dorf das Chaos aus: Innerhalb kürzester Zeit kamen Polizisten, Feuerwehrleute und Einsatzkräfte der Royal Air Force nach Whaley Bridge, um den Ort zu evakuieren. Am Donnerstag war ein Teil der Staumauer gebrochen, auch der restliche Damm drohte nachzugeben. Was wirklich um sie herum geschah, hätten viele von ihnen nur über die sozialen Medien erfahren, erzählt uns Christin Wilman. Sie gehört zu denen, die Glück hatten: Weil ihr Haus höher liegt, musste es nicht evakuiert werden. Trotzdem haben die Ereignisse der letzten Tage sie mitgenommen: "Es fühlt sich an wie in einer Kriegszone", beschreibt Wilman die Situation in der südöstlich von Manchester gelegenen Kleinstadt.

Warten, bis der Pegelstand sinkt

Viel mehr als zu warten und zu hoffen, bleibt den Einwohnern nach der Evakuierung nicht. Die meisten von ihnen sind in Notunterkünften oder bei Verwandten und Freunden untergekommen. In der Umgebung wurden auch mehrere Straßen und Bahnstrecken gesperrt. Mehr als 20 Hochleistungspumpen arbeiten derzeit, um den Wasserstand im Toddbrook-Reservoir um insgesamt acht Meter zu senken. Am Montag war etwa die Hälfte des Ziels erreicht. Wenn das Reservoir nur noch zu einem Viertel gefüllt ist, dürfen die Einwohner laut einem BBC-Bericht wieder in ihre Häuser.