Antonia Rados über die Nahost-Krise: Donald Trump sagt, wo es lang geht

16. Mai 2018 - 13:18 Uhr

Jerusalem ist seit Jahrhunderten Brennpunkt

Brennpunkt Jerusalem: Der Streit um die Stadt ist uralt, jede der drei großen monotheistischen Religionen sieht in der Stadt ein Zentrum und ein Symbol ihres Glaubens. Anschaulicher als Gotthold Ephraim Lessing (in dem Theaterstück 'Nathan der Weise') hat den Konflikt in Nahost wohl niemand beschrieben. Durch seifenopernähnliche Verstrickungen liegen sich am Ende des Stückes die Protagonisten (stellvertretend für Judentum, Christentum und Islam) in den Armen. Davon ist Jerusalem im Jahre 2018 weit entfernt.

Antonia Rados sieht eher wenig Aussicht auf Besserung der Lage in Nahost

Die Gründe sind vielschichtig und kompliziert. Verschärft wurde der Nahost-Konflikt in der letzten Zeit aber sicherlich durch Faktoren wie die einseitige Aufkündigung des Atomdeals mit dem Iran durch die USA, den Bürgerkrieg in Syrien, der aufgrund der vielen verschiedenen involvierten internationalen Parteien längst kein Bürgerkrieg mehr ist, und jüngst die Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem. Die USA, die sich seit Jahren als Vermittler und Schlichter mehr oder weniger erfolgreich durch den Konflikt wurschteln, haben damit eindeutig Stellung bezogen und definieren Jerusalem als DIE Hauptstadt Israels. Die Folge waren blutige Proteste in den letzten Tagen, bei denen mindestens 60 Palästinenser starben. Der Konflikt scheint unlösbar, auch wenn US-Präsident Donald Trump einen Friedensplan seines Schwiegersohnes Jared Kushner vorlegen möchte.

Im RTL Nachtjournal nahm Auslands-Chefkorrespondentin und Nahost-Expertin Antonia Rados Stellung zur aktuellen Lage, Trumps Plänen und dessen Sicht auf den Konflikt. Der Plan Kushners habe wenig Aussicht auf Erfolg, vor allem wegen des Streits um Jerusalem: Donald Trump besteht weiter auf der Maximallösung – Jerusalem als Hauptstadt Israel, die Palästinenser wollen Ostjerusalem zur Hauptstadt eines zukünftigen palästinensischen Staates machen. Bei einer Nahost-Politik, wie Trump sie vertritt, würden palästinensische Interessen ignoriert. Und auch in Sachen 'Iran-Atom-Deal' fällt Antonia Rados' Prognose nicht positiv aus. Das ganze Interview mit der Nahost-Expertin sehen Sie im Video.

Im RTL Nachtjournal nahm Auslands-Chefkorrespondentin und Nahost-Expertin Antonia Rados Stellung zur aktuellen Lage, Trumps Plänen und dessen Sicht auf den Konflikt. Der Plan Kushners habe wenig Aussicht auf Erfolg, vor allem wegen des Streits um Jerusalem: Donald Trump besteht weiter auf der Maximallösung – Jerusalem als Hauptstadt Israel, die Palästinenser wollen Ostjerusalem zur Hauptstadt eines zukünftigen palästinensischen Staates machen. Bei einer Nahost-Politik, wie Trump sie vertritt, würden palästinensische Interessen ignoriert. Und auch in Sachen 'Iran-Atom-Deal' fällt Antonia Rados' Prognose nicht positiv aus. Das ganze Interview mit der Nahost-Expertin sehen Sie im Video.