Antonia Rados trifft starke Frauen: Ukrainische Kriegsheldin Nadija Sawtschenko kämpft für Frieden und gegen Korruption

8. November 2017 - 7:57 Uhr

Ex-Soldatin kämpft heute für Versöhnung

Nadja Sawtschenko weiß, was Krieg bedeutet. Die Ukrainerin war als eine der wenigen Berufssoldatinnen für ihr Land im Einsatz. Die Kampfpilotin geriet 2014 in russische Gefangenschaft. Bis dahin war kämpfen Alltag für Sawtschenko. RTL-Chefkorrespondentin Antonia Rados hat die Frau getroffen, die den Krieg plötzlich satt hatte und sich inzwischen als Abgeordnete im Parlament in Kiew für Versöhnung stark macht.

Nadja Sawtschenko stellt auch unangenehme Fragen

Zwei Jahre lang saß die heute 36-Jährige in Russland im Gefängnis, dann wurde sie vorzeitig freigelassen und konnte zurück in ihre Heimat. Doch anstatt wieder an ihrer militärischen Bilderbuchkarriere zu arbeiten, krempelte die mutige Frau ihr Leben komplett um. Sie hängte die Uniform an den Nagel und begann, sich für Frieden und gegen Korruption einzusetzen. Vom Krieg hatte sie endgültig genug.

Doch mit ihrem unermüdlichen politischen Engagement machte sich Sawtschenko nicht nur Freunde. Für die einfachen Leute ist sie zwar eine Heldin, vielen alteingesessenen Politikern passt es aber gar nicht, dass die ehemalige Soldatin die bestehenden Verhältnisse kritisiert. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Parlament auch unangenehme Fragen zu stellen.

Nadja Sawtschenko hat viele Feinde

"Unglaublich, wie viele Feinde sie hat, nur weil sie für die Aussöhnung mit Russland eintritt", sagt Antonia Rados. Auch wenn viele versuchen, sie einzuschüchtern, Nadja Sawtschenko kämpft trotzdem weiter für ihre Ziele. "Ich habe keine Angst und ich lasse mich daher nicht abschrecken", erklärt sie. Die ganze Reportage sehen Sie im Video.

Im vierten Teil der Nachtjournal-Reihe 'Starke Frauen' begegnet Antonia Rados Raha Moharrak aus Saudi-Arabien. In ihrem Heimatland durften Frauen bis vor kurzem noch nicht einmal Auto fahren oder Sportstadien besuchen – Raha Moharrak hat sich davon nicht von ihrem Traum abhalten lassen und den Mount Everest bezwungen. Die Reportage sehen Sie am 15. November 2017 im Nachtjournal bei RTL und auf rtlnext.de.

Im ersten Teil der Reportage-Reihe 'Starke Frauen' hatte Antonia Rados die kanadische Journalistin Katy Gannon getroffen, die trotz eines Anschlags auf ihr Leben weiterhin in Afghanistan arbeitet.

Im zweiten Teil der Reihe traf Antonia Rados die Jesidin Nadia Murad, die vom IS als Sex-Sklavin missbraucht wurde und sich heute für andere Opfer der Terrormiliz einsetzt.