Antonia Rados berichtet: Das Geschäft mit den gefälschten Pässen

30. Mai 2016 - 10:07 Uhr

Lukratives Geschäftsmodell für Schmuggler

Wer Syrer ist, hat beste Chancen in Deutschland Asyl zu bekommen. Deshalb sind syrische Pässe sehr begehrt bei Flüchtlingen – auch bei denen, die gar nicht aus Syrien stammen. In der Türkei und im nahen Griechenland sind die Pass-Fälscher besonders aktiv. RTL-Chefkorrespondentin Antonia Rados zeigt, wie schwer es oft ist, falsch von richtig zu unterscheiden.

Flüchtlinge kommen auf Lesbos an
Kommen diese Flüchtlinge alle aus Syrien?
© dpa, Filip Singer

Für Schmuggler ist inzwischen mit den gefälschten Pässen ein lukratives Geschäftsmodell entstanden. Bis zu 1.500 Euro kostet ein syrischer Pass. In der Erstaufnahmestelle auf Lesbos ist nun eine europäische Polizeieinheit rund um die Uhr im Einsatz. Ihr Ziel: Syrer finden, die keine sind – egal wie. So werden beispielsweise Fotos von syrischen Städten den Flüchtlingen vorgelegt, diese Orte müssen sie dann erkennen.

Doch die Polizei steht ständig vor neuen Problemen, denn die syrische Regierung hat in den letzten Monaten begonnen, Reisepässe massiv auszustellen – gegen gutes Geld. "Dadurch sind heute zahlreiche syrische Pässe im Umlauf und niemand weiß, wie die kontrollieren", so Antonia Rados. Das syrische Regime füllt damit seine Kassen und wird so die kritische Jugend los.