Anti-Terror-Razzia gegen Rechtsextreme: Polizist soll Anschlag auf Linke geplant haben

28. August 2017 - 14:49 Uhr

Todesliste angelegt

Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) und der Bundespolizei haben Wohnungen und Geschäftsräume in Rostock, Schwerin und Umgebung durchsucht. Offenbar planten die zwei Männer Anschläge auf Linke. Einer der Verdächtigen ist Polizist.

Ermittlungen wegen einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat

Wie der Generalbundesanwalt in Karlsruhe mitteilte, hätten die beiden Verdächtigen eine Liste mit Namen angelegt. Darauf Vertreter des linken Spektrums, die sie töten wollten.

Offenbar befürchteten die Verdächtigen als Folge der aus ihrer Sicht verfehlten Flüchtlings- und Zuwanderungspolitik eine Zunahme von Anschlägen bis hin zum Zusammenbruch der staatlichen Ordnung. Für diesen Fall sollen sie sich bereits mit Lebensmitteln sowie mit Munition für ihre legal beschafften Waffen eingedeckt haben. Die Verdächtigen werden dem rechten Spektrum zugeordnet.

Bisher keine Festnahmen

Der verdächtigte Polizist sei Beamter bei der Polizeiinspektion Ludwigslust, teilte das Innenministerium in Schwerin mit. Gegen ihn seien gleichzeitig disziplinarrechtliche Maßnahmen eingeleitet worden. Da es sich jedoch um einen Anfangsverdacht handele, habe es bislang keine Festnahmen gegeben.

Laut Bundesanwaltschaft wird wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt.