12. Februar 2019 - 12:30 Uhr

Lässt sich Schnarchen verhindern?

Das Drama spielt sich jede Nacht in unzähligen Schlafzimmern ab, und es wiederholt sich immer wieder: Einer schnarcht, der andere findet keinen Schlaf. Viele Paare entscheiden sich deshalb irgendwann für getrennte Schlafzimmer statt ständig gestörte Zweisamkeit. Aber gibt es wirklich keine Abhilfe? Wir haben vier Hilfsmittel gegen Schnarchen getestet – das überraschende Ergebnis sehen Sie im Video!

Schnarchen hat viele Ursachen

In Deutschland schnarchen rund 60 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen. Die Ursachen dafür sind so vielfältig wie die Geräusche, die bei vielen Paaren die Nachtruhe zur Tortur werden lassen.

Das einfache Schnarchen - zwar lästig, aber nicht gefährlich - entsteht durch eine Verengung der Atemwege. Die Luft strömt dadurch schneller ein und aus, der Luftdruck im Rachenraum wird geringer, und die weichen Gewebe von Mund und Rachen fangen an zu flattern und hörbar zu vibrieren.

Gefährliche Schlafapnoe - was ist das?

Das normale Schnarchen ist ein Problem für die Schlafqualität des Bettnachbarn. Anders sieht es mit der sogenannten Schlafapnoe aus. Hierbei handelt es sich um eine Störung der regelmäßigen Atmung und die kann richtig gefährlich werden.

Auch dafür liegt die Ursache in einer Verengung der Atemwege. Sie behindert die Atmung und führt sogar zu richtigen Atemaussetzern. Der ständig unterbrochene und unruhige Schlaf führt zu Konzentrationsproblemen und Schläfrigkeit am Tag.

Mittlerweile ist auch bekannt, dass Schlafapnoe bei Männern sogar zu Bluthochdruck und Potenzstörungen führen kann. Auch das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle steigt durch die gefährlichen Atemaussetzer.

Das soll gegen Schnarchen und Schlafapnoe helfen

Es gibt eine ganze Reihe möglicher Behandlungsmethoden, um sich und andere vom lästigen Schnarchen zu befreien. HNO-Ärzte empfehlen erhöhtes Schlafen, eine ruhige und kühle Umgebung, geregelte Bettzeiten und Alkoholverzicht vor dem Einschlafen.

Eine Sauerstoffmaske kann zusätzlich helfen, einen zu niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut auszugleichen.

Wenn diese Behandlungen nicht mehr helfen, gibt es auch operative Eingriffe, die die Nasenscheidewand begradigen. Durch eine Gaumen-Straffung lässt sich das flatternde Gewebe, das für die Schnarchgeräusche im Rachen verantwortlich ist, mittels Radiofrequenz-Therapie korrigieren.

Bei nächtlichen Problemen durch Schnarchen hilft im Einzelfall der Gang zum HNO-Arzt, der individuell eine Behandlung empfehlen kann.