Anschlag auf Bürgermeister von Kundus - Tote

Bei einem Sprengstoffanschlag auf den Bürgermeister der nordafghanischen Stadt Kundus sind dessen Bruder und ein Kandidat für die Parlamentswahl getötet worden.

Bürgermeister Mullah Mohammad Farhad und vier weitere Menschen seien bei dem Attentat verletzt worden, sagte der Vize-Polizeichef der Provinz Kundus, Abdul Rahman Aktaasch. Zu dem Anschlag kam es den Angaben nach, als Farhad in seinem Heimatdistrikt Chanabad südöstlich von Kundus-Stadt das Grab eines bereits früher verstorbenen Bruders besucht habe.

Die Attentäter hätten den Sprengsatz im Grab oder in der Nähe davon versteckt gehabt und dann ferngezündet, sagte Aktaasch. Er machte "Feinde Afghanistans" für den Anschlag verantwortlich. Damit umschreiben Behörden Aufständische wie die Taliban. Die Bundeswehr hatte zuvor gemeldet, die Aufständischen aus weiten Teilen des Unruhedistrikts Char Darah verdrängt zu haben. In anderen Teilen der Provinz operieren die Taliban aber weiterhin.