CDU-Chefin wechselt überraschend in Merkels Kabinett

Annegret Kramp-Karrenbauer wird neue Verteidigungsministerin

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17. Juli 2019 - 11:01 Uhr

Das ist ein echter Paukenschlag

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wird überraschend neue Verteidigungsministerin. Das bestätigte der stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl am Dienstagabend. Die 56-Jährige wird damit Nachfolgerin von Ursula von der Leyen, die am Dienstag zur neuen EU-Kommissionspräsidentin gewählt wurde.

AKK wollte eigentlich nur CDU-Chefin bleiben

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Angela Merkel nimmt ihre Vertraute Annegret Kramp-Karrenbauer in ihr Kabinett auf.
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Der Wechsel kommt überraschend, weil es immer geheißen hatte, Kramp-Karrenbauer wolle nicht ins Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel gehen, sondern sich auf die Aufgabe als CDU-Chefin konzentrieren. In Präsidiumskreisen wurde von einem starken Signal von Kramp-Karrenbauer gesprochen. Auch in dieser Runde sei die Entscheidung für viele völlig überraschend gekommen, hieß es.

Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, sind ansonsten keine Veränderungen im Bundeskabinett geplant. Die Vereidigung sei für den heutigen Mittwoch vorgesehen. Somit nimmt Merkel an ihrem 65. Geburtstag ihre Wunschnachfolgerin als Kanzlerin in ihre Regierungsmannschaft auf.

Jens Spahn galt als Kandidat auf den Posten

Gesundheitsminister Jens Spahn vor der Kabinettsitzung im Kanzleramt in Berlin am 26. September 2018. Kabinettsitzung in Berlin *** Minister of Health Jens Spahn before the Cabinet meeting in the Chancellery in Berlin on 26 September 2018 Cabinet mee
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wurde auch als neuer Verteidigungsminister gehandelt.
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Lange hatte es geheißen, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn solle neuer Verteidigungsminister werden. Er hatte sich im vergangenen Jahr für den CDU-Vorsitz beworben, war aber Kramp-Karrenbauer unterlegen.

Merkel hatte Stunden zuvor bereits angekündigt, die wichtige Funktion könne man nicht unbesetzt lassen. "Es wird eine sehr schnelle Neubesetzung geben. Das Bundesverteidigungsministerium, der Verteidigungsminister oder die Ministerin, sind Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt. Das kann man nicht lange offen lassen", sagte die Kanzlerin in Berlin.

Von der Leyen hatte am Montag erklärt, ihr Amt schon am Mittwoch zur Verfügung zu stellen.