Statement zu ihrem Rücktritt

Annegret Kramp-Karrenbauer: "Die Frage nach der Kanzlerkandidatur schwächt die CDU"

10. Februar 2020 - 15:19 Uhr

Das sagt AKK zu ihrem Rückzug

Es sind dramatische Tage - und es ist eine extrem gefährliche Lage für die CDU. Keine Woche nach dem politischen Beben in Thüringen zieht CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer die Reißleine und verzichtet auf eine Kanzlerkandidatur. Jetzt hat sie sich zu ihrem überraschenden Rückzug geäußert:

AKK will Partei-Vorsitzende bleiben, bis die Frage der Kanzler-Kandidatur geklärt ist

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat die Trennung von Kanzlerschaft und Parteivorsitz als Schwächung der Partei bezeichnet. Kramp-Karrenbauer sagte, dies geschehe in einer Phase, in der eine starke CDU gebraucht werde. "Die Frage nach der Kanzlerkandidatur schwächt die CDU", so AKK bei einer Pressekonferenz in Berlin.

Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur müssten in einer Hand liegen. Kramp-Karrenbauer bekräftigte, sie werde den CDU-Vorsitz aufgeben und keine Kanzlerkandidatin werden."Mit der Intention, die CDU zu stärken, habe ich diese Entscheidung getroffen", sagte sie.

Der Verzicht sei kein spontaner Beschluss nach den politischen Turbulenzen in Thüringen gewesen. "Diese Entscheidung ist seit einer geraumen Zeit in mir gereift und gewachsen", sagte sie. Sie betonte zugleich, dass die Frage der Kanzlerkandidatur auf einem Bundesparteitag im Dezember getroffen werde. Alle anderen Vorschläge wie eine Mitgliederbefragung seien beim vergangenen Bundesparteitag abgelehnt worden.